Geht in die Fe

Ray Mantilla - "Man-Ti-Ya - The New Space Station"

von Steffi Engler

Fetzt!

Auf der zur Zeit offensichtlich sehr populären lateinamerikanischen Welle surft auch ein gelungenes Album der Formation um den New Yorker Percussionisten Ray Mantilla (*1934), der mit seiner Musik auf den Spuren von Willie Bobo, Mongo Santamaria und Tito Puente auf dem Grat zwischen Latin-Jazz und rhythmischem Pop tänzelt. Das bereits 2004 bei Savant Records aufgelegte Album „Man.Ti-Ya – The New Space Station“ ist jetzt wieder zu haben – und macht Spaß.

Mit  Willie Williams (ss, ts), Enrigue Fernandez (bs, fl), Guido Gonzalez (tp), Edy Martinez (p), Cucho Martinez (b), Bill Elder (dr) hat er eine routinierte Mannschaft und mit Cedar Walton einen Altmeister als Produzenten. Was soll da schon schief gehen? Zehn ansteckend fröhliche afro-kubanischeTitel, überwiegend
Merengues und Mambos, von Mantilla und seinen Jungs geschrieben, hat die Band für das Album aufgenommen, clubtaugliche Musik zum Chillen und Tanzen, aber auch gut für die Autobahnfahrt, um in 55:35 Minuten gut von A nach B zu kommen. Die Anerkennung für das beste Stück allerdings muß Mantilla an die Gershwin-Brüder abtreten: "The Man I Love". Edy Martinez hat es kongenial arrangiert, Willie Williams glänzt am Tenorsaxophon und Enrigue Fernandez an der Querflöte. Genial jazzig auch "Hopscotch", das sich Ray Mantilla von Joe Chambers ausgeliehen hat. Geht in die Füße und unter die Haut.
 
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