Aktuelles aus der Kultur - heute: Ausstellungen

Die Kolumne

von Andreas Rehnolt

Foto © Frank Becker

Aktuelles aus der Kultur

Für die Musenblätter zusammengestellt
von Andreas Rehnolt
 
Thema heute: Ausstellungen



Ausstellung „Ende eines Zeitalters“ im Essener Museum Folkwang
 
Essen - „Ende eines Zeitalters“ ist der Titel einer Ausstellung über künstlerische Praktiken und Techniken analoger Fotografie, die im Essener

Peter Keetmann, Plastische Schwingung, 1954
© Stiftung F.C. Gundlach
Museum Folkwang zu sehen ist. Die bis zum 28. September geplante Schau spiegelt zudem fotografische Arbeitsweisen und Ästhetiken wider, die mit dem „digital turn“ des Mediums verschwinden werden, hieß es zum Auftakt. Der Verlust des Negativs bildet den Auftakt der Ausstellung, da das erste bildnerische Ergebnis, das ein Fotograf in seinen Händen hielt, immer zunächst das fotografische Negativ war.
Im Zentrum stehen fotografische Arbeiten, die in ihrer Zusammenschau die Vielfalt der experimentellen Techniken von der Aufnahme bis hin zum Agieren in der Dunkelkammer veranschaulichen. Vorgestellt werden formalästhetische, spielerische und Grenzen auslotende Fotoexperimente in den unterschiedlichsten konzeptionellen und künstlerischen Ansätzen. Sie geben noch einmal eine Idee von der „alchimistischen Dimension“ der Fotografie. Zu sehen sind unter anderem Fotogramme, Chemogramme, Solarisationen, Mehrfachbelichtungen oder Kopiermontagen.
In der zeitgenössischen künstlerischen Praxis mit der analogen Fotografie ließ sich nach Angaben der Aussteller bis zuletzt auf verschiedenste Weise der spielerische Umgang mit dem fotografischen „Unfall“ erkennen, der sich für die Bildaussage neben Überbelichtungen und Unschärfen auch Fehlstellen zu Nutze macht. Ausgestellt sind Werke aus der Sammlung, beginnend im 19. Jahrhundert mit Eduard Baldus, über die 1920er/30er Jahre mit Helmar Lerski, Oscar Nerlinger, Jeanne Mandello oder Hans Finsler. Für Positionen ab den 1950/60er Jahren stehen unter anderem Fotografen wie Otto Steinert, Rolf Winquist, wie auch William Klein, Johannes Brus, Astrid Klein oder Paul Graham.

Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 20 Uhr, freitags bis 24 Uhr geöffnet.
 
 
Ausstellung „Don Quixote“ im Weserrenaissance-Museum Schloß Brake
 
Lemgo - „Don Quixote“ ist der Titel einer Ausstellung im Weserrenaissance-Museum Schloß Brake im lippischen Lemgo, die sich „dem Ritter von
der traurigen Gestalt“ aus der Feder des spanischen Schriftstellers Miguel de Cervantes widmet. Kaum ein Roman fand so viele Übersetzer und Illustratoren wie der „Don Quijote“, hieß es zum Auftakt der bis zum 16. November geplanten Schau. Der erste Teil des Romans vom mageren Ritter in ausgedienter Blechrüstung und seinem rundlichen Knappen Sancho Pansa wurde im Jahre 1605 gedruckt, der zweite Teil 1615. Die erste deutsche Übersetzung stammt von 1621.
Bereits 1614 griff der Kupferstecher Andreas Bretschneider die Szene mit der Windmühle auf, heute die bekannteste Episode des Romans. Diese 400 Jahre alte Don Quijote-Illustration gibt Anlass zur Kabinettausstellung. Zu sehen sind etwa 30 Grafiken aus dem 17. bis 20. Jahrhundert von der Letter Stiftung Köln und dem Cervantes Institut Bremen, historische Buchausgaben aus der Lippischen Landesbibliothek sowie eigens für die Ausstellung angefertigte Originalillustrationen des Berliner Künstlers Günter Unterburger. Begleitend zur Ausstellung finden Lesungen, Vorträge und spannende Veranstaltungen für Kinder statt, hieß es zum Start der Schau.
 
Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
 
 
Heine-Institut Düsseldorf zeigt Ausstellung „Literatur in Bewegung“
 
Düsseldorf - Als kleine filmische Sommerschau präsentiert das Heinrich-Heine-Institut in Düsseldorf die Ausstellung „Literatur in Bewegung“. Man wolle damit hauseigene Bestände einmal ganz anders präsentieren, sagte Kuratorin Elise Langer am Freitag bei der Präsentation der bis zum 24. August geplanten Schau. Das geschriebene Wort zeigt sich hier in seinem Bezug zum Medium des Films. Im Fokus stehen Autoren wie Theodor Fontane oder Thomas Mann, deren Werke bekannte Literaturverfilmungen hervorgebracht haben.
Heinrich Heine beleuchtet die kleine Filmschau von literarischer Seite aus. 1839 erschien sein Werk „Shakespeares Mädchen und Frauen“, das von einer intensiven Auseinandersetzung mit dem großen englischen Dramatiker zeugt, dessen Theaterstücke bis in die heutige Zeit zahlreich verfilmt worden sind.
 
Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr, samstags von 13 bis 17 Uhr geöffnet.
 
 
Kunstmuseum Bochum zeigt zeitgenössische Kunst aus Sammlung Frank
 
Bochum - „Additionen der Gegenwart“ ist der Titel einer Ausstellung, die seit Samstag im Kunstmuseum Bochum zu sehen ist. Der Bochumer Sammler Frank Hense engagiere sich vor allem im Bereich der zeitgenössischen Kunst, hieß es in einer Ankündigung der bis zum 24. August geplanten Schau. Der Sammler hatte zuletzt mit seiner Ausstellung “Out Of The Office. Unternehmensgalerie Ruhr“ im Kulturhauptstadtjahr 2010 von sich reden gemacht.
Sein innovatives Systemtechnik-Unternehmen im Bochumer Norden beherbergt eine Vielzahl neuester künstlerischer Positionen, vor allem von figürlich-narrativ arbeitenden Künstlerinnen und Künstlern, wie zum Beispiel Sabina Sakoh, Gregor Gaida, Justine Otto oder Gil Shachar. Mit der Sammlung Frank Hense stellt das Museum einen neuen Aspekt des Bochumer Kunstlebens vor, das Ergebnis eines ebenso engagierten wie passionierten Sammelns, hieß es vor dem Start der Schau.
 
Die Ausstellung ist dienstags sowie donnerstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und mittwochs von 10 bis 20 Uhr geöffnet.
 
 
Langen-Foundation bei Neuss zeigt „Mönche und Gottheiten“
 
Neuss - Die Langen-Foundation im Kulturraum Hombroich bei Neuss präsentiert seit Sonntag die Ausstellung „Mönche und Gottheiten“. Zu sehen sind Exponate der japanischen Kunst aus der Sammlung Viktor und Marianne Langen, hieß es vor dem Auftakt der Schau. Im Fokus stehen malerische und plastische Darstellungen von Mönchen und Gottheiten, die in Japan zwischen dem 12. und 18. Jahrhundert entstanden sind. Ausgestellt sind über dreißig Hängerollen sowie Objekte, darunter auch die hölzerne Figur „Benzai-ten“ aus der Muromachi-Zeit im 15. Jahrhundert mit Kristallaugen.
 
Die Ausstellung im Japanraum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
 
 
Ausstellung in Düsseldorfer Johanneskirche zeigt Ansichten vom Sterben und vom Tod
 
Düsseldorf - Unter dem Titel „Yolo*1 - you only live once“ (Du lebst nur einmal) zeigt die evangelische Johanneskirche in Düsseldorf seit Freitag eine Ausstellung junger Künstlerinnen und Künstler, die sich mit künstlerischen Mitteln mit dem Sterben und dem Tod auseinandergesetzt haben. Zu sehen sind 20 ausgewählte Werke, die anläßlich eines bundesweiten Kunstprojekts in der Palliativmedizin entstanden sind. Präsentiert werden bis zum 4. August Skulpturen, Gemälde, Fotos, ein Buchobjekt sowie ein Kurzfilm, hieß es zum Auftakt der Ausstellung.
Die Künstler sind zwischen 22 und 35 Jahre alt. Einer hat mit den Mitteln des Skulpturalen in einer Serie von Büsten einen totkranken Patienten porträtiert. Eine Künstlerin fragt danach, wie eine Verstorbene vor ihrem Tod gelebt hatte und dokumentiert dieses Leben. Andere Künstler setzten sich mit dem Kernthema von Sterben und Tod in mehr symbolhaften Werken auseinander.
 
Die Ausstellung ist dienstags bis samstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
 
 
Siebengebirgsmuseum Königswinter würdigt den Maler K.O. Götz
 
Königswinter - Das Siebengebirgsmuseum Königswinter zeigt ab Freitag eine Retrospektive zum Werk des Malers K.O. Götz. Gezeigt werden
anläßlich des 100. Geburtstages von Götz Werke aus der Sammlung Hennemann, hieß es vor dem Start der bis zum 24. August geplanten Schau. Götz (1914 in Aachen geboren) ist einer der einflußreichsten zeitgenössischen deutschen Maler. In den 1950er Jahren gehörte er zu den Künstlern, die mit der Malerei des Informel die deutsche Kunst wieder in das Blickfeld der internationalen Moderne rückten.
Götz entwickelte eine neuartige, unverwechselbare Maltechnik mit Pinsel und Rakel (eine Art Gummispachtel), um in wenigen Sekunden mit schwungsvollen Pinselstrichten kontraststarke Bilder auf einen noch feuchten Bildträger zu „schreiben“, die sich jeglicher Dreidimensionalität und auch eindeutiger Interpretierbarkeit entziehen, so die Aussteller. Die Galerie Hennemann in Königswinter hat seit 1975 Werke von Götz im Programm. In jahrzehntelanger Sammeltätigkeit ist es der Galerie gelungen, eine repräsentative Auswahl aus dem Gesamtschaffen des Künstlers zusammenzutragen. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Atelier Meerkatze und der Gruppe Kultur der Lokalen Agenda 21 (beide in Königswinter).
 
Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr, samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
 
 
Ausstellung zur Malerei und Grafik von Armin Mueller-Stahl in Billerbeck
 
Billerbeck - Unter dem Titel „Die Facetten des Armin Mueller-Stahl“ zeigt das Museum in der Kolvenburg in Billerbeck ab kommenden Sonntag eine Ausstellung mit Arbeiten des Schauspielers, Musikers und Malers Armin Mueller-Stahl. Präsentiert werden nach Angaben des Museums vom Mittwoch rund 100 Arbeiten des renommierten Darstellers (Die Buddenbrooks), darunter 15 neue Gemälde. Mueller-Stahl hat neben seiner Karriere als Schauspieler stets auch als Musiker, Schriftsteller und bildender Künstler gewirkt.
Als Maler nutzt er verschiedene Medien und Techniken. Dabei kreisen die Themen seiner Werke oft um Erfahrungen vom Filmset. „Mein Leben lang habe ich Haltungen beobachtet und übertragen, ich spiele und zeichne sie“, erklärte der 1930 in Ostpreußen geborene Künstler seine Motivation als Maler im Vorfeld der bis zum 31. August geplanten Schau. Bereits 1952 malte der Künstler sein erstes Bild. Seitdem skizziert, radiert und aquarelliert er, er malt in Acryl und in Mischtechnik. Seine Grafiken und Gemälde beeindrucken nach Angaben der Aussteller durch virtuose Leichtigkeit im Duktus und eine ausgeprägte Beobachtungsgabe.
Die Schau zeigt vor allem Porträts, figürliche Szenen, Klassiker der Literatur, das Geschehen am Filmset und stets die eigene Vergangenheit, die Mueller-Stahl als Motiv umkreist. Neben bekannte Persönlichkeiten setzt der Künstler auch immer wieder namenlose, anonyme Figuren ins Bild.
 
Die Ausstellung ist dienstags bis samstags von 13 bis 18 Uhr sowie sonntags von 10 bis 13 Uhr und von 13.30 bis 17.30 Uhr geöffnet.
 
 
Museum Küppersmühle in Duisburg zeigt Werke von Willi Baumeister
 
Der Maler zählt zu den wichtigsten deutschen Künstlern der Nachkriegszeit und zu den bedeutendsten Vertretern der abstrakten Malerei
 
Duisburg - Das Museum Küppersmühle für Moderne Kunst in Duisburg präsentiert seit Freitag Werke des Künstlers Willi Baumeister. Der 1889 in Stuttgart geborene Baumeister gehört zu den wichtigsten deutschen Künstlern der Nachkriegszeit und zu den bedeutendsten Vertretern der

Dialog Rot-Blau, 1951 - Sammlung Ströher, Darmstadt
© VG Bild-Kunst, Bonn 2014
abstrakten Malerei. Die bis zum 5. Oktober geplante Retrospektive mit dem Titel „Willi Baumeister International“ gibt nach Angaben der Aussteller mit rund 100 Werken nicht nur einen Einblick in das umfangreiche Werk des Malers, Grafikers und Bühnenbildners, sondern zeichnet auch sein internationales Netzwerk aus Galeristen, Sammlern, Künstlern und Kunsthistorikern anhand zahlreicher Fotografien aus dem Archiv des Künstlers nach.
Kaum ein Künstler wird so sehr mit der deutschen Nachkriegszeit in Verbindung gebracht wie der 1955 in seiner Heimatstadt verstorbene Baumeister, hieß es bei der Präsentation der Ausstellung am Mittwoch. Seine Rolle als Verfechter der abstrakten Malerei in den 1950er Jahren und seine Arbeit als Kunsttheoretiker haben dieses Bild nach Angaben des Museums über Jahrzehnte gefestigt. Baumeisters Reduzierung auf seine Bedeutung als einflußreicher deutscher Nachkriegskünstler greift allerdings zu kurz. Die Schau zeigt ihn vielmehr als international agierenden Künstler. Den Auftakt der Ausstellung bildet eine umfangreiche Präsentation privater Fotografien aus dem Archiv Baumeister im Kunstmuseum Stuttgart, die einen intensiven Blick auf die Person des Künstlers erlauben.
Daran anschließend wird die Entwicklung seines Werkes in chronologisch umgekehrter Reihenfolge ausgehend vom Spätwerk bis zu seinen Anfängen als Stuttgarter Kunststudent vorgestellt. Den Schwerpunkt bilden dabei ausgewählte zentrale Werkgruppen Baumeisters, beginnend mit den späten „Montaru-Bildern“ und der „Afrika“-Serie bis hin zu den „Mauerbildern“ der 1920er Jahre, mit denen ihm der internationale Durchbruch gelang. Sie geben einen Überblick über seine Werkentwicklung und sind zugleich Belege seines internationalen Renomees.

Die Ausstellung ist mittwochs von 14 bis 18 Uhr, freitags nach Vereinbarung sowie donnerstags, samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
 
 
Architektenkammer NRW zeigt Ausstellung „Stadtlandschaften“
 
Düsseldorf - “Stadtlandschaften“ ist der Titel einer Ausstellung, die seit 3. Juli in der Architektenkammer NRW in Düsseldorf zu sehen ist. Präsentiert werden großformatige Arbeiten der in Neuss geborenen Künstlerin Tina Benz, die sich mit der Anonymität der großen Stadt und den ihr innewohnenden Kräften auseinandersetzt. Die in Berlin lebende Künstlerin portraitiert nicht, sondern typologisiert, hieß es zum Start der bis zum 22. August geplanten Schau. Die Bilder von Benz zeigen eine „Universalstadt“, die der Betrachter zu entdecken meint. Raum und Beschleunigung sind die zentralen Dimensionen, in denen sich die Stadt hier bewegt, ändert oder entfaltet.
In der Malerei sowie den Wand- und Raumcollagen nimmt Benz die Perspektive eines Reisenden ein, der die Schichten der Stadt und die Vielfalt der Kulturen und Subkulturen beobachtet, verdichtet und in eine neue Ordnung zu bringen sucht. Das Prinzip Stadt findet sich in der mehrschichtigen Malweise und dem Bildaufbau sowie dem Materialmix ihrer Bilder wieder. Tina Benz hat an der Berliner Hochschule der Künste (HdK) bei Georg Baselitz studiert.
 
Die Ausstellung ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr geöffnet. 
Internet: www.aknw.de
 
 
Kölner artothek zeigt Arbeiten des Künstlers Zbynek Baladrán
 
Köln - Die artothek in Köln zeigt Werke des tschechischen Künstlers Zbynek Baladrán. Der 1973 in Prag geborene Künstler, Kurator und Autor präsentiert in der bis zum 23. August geplanten Ausstellung mit dem Titel „map-fire-word-end“ verschiedene auf dem Fußboden des Ausstellungsraumes auf Stoffbahnen installierte Objekte, wie Bilder und Briefe. Zwischen diesen kann sich der Betrachter bewegen und sie im Detail betrachten, hieß es zum Auftakt der Schau.
Um sie als Gesamtwerk zu erfassen, muß der Betrachter aus dem Werk heraustreten und sich von der Empore der artothek den Überblick verschaffen. Die Installation funktioniert nach Angaben der Aussteller wie ein Plan oder eine Flagge, indem sie die Topografie von einander überlappenden Gedankenbildern darstellt. Die Flagge markiert dabei symbolisch den Standpunkt von Baladráns letzten Videoessays über künstlerische Verantwortung und Sozialkritik.
 
Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 13 bis 19 Uhr sowie samstags von 13 bis 16 Uhr geöffnet.
 
 
Von-der-Heydt-Museum zeigt Arbeiten von Günther Blau
 
Der Titel der am 8. Juli startenden Ausstellung ist „Magie des Alltäglichen“
 

Morgen in Liverpool - © Ruthild Blau, Foto: Frank Becker
Wuppertal - „Magie des Alltäglichen“ ist der Titel einer Ausstellung im Wuppertaler Von-der-Heydt-Museums, die bis zum 24. August zu sehen ist und Werke des Künstlers Günther Blau präsentiert. Der 1922 in Wuppertal-Elberfeld geborene Blau gilt als Vertreter der modernen realistischen Malerei. Er ließ sich von den einfachen Dingen in seiner Umgebung inspirieren. Er fand Motive für seine Bilder auch auf Reisen, vor allem in Italien.
Selbstbildnisse und Porträts der Familie, Stillleben, Städtebilder, Industriemotive, Landschaftsbilder und Pflanzendarstellungen zählen zu den bevorzugten Themen, des 2007 in Marburg verstorbenen Künstlers. Stilistisch anknüpfend an die Neue Sachlichkeit der 1920er Jahre entwickelte Blau eine malerische Perfektion, „die selbst dem Tristen und Alltäglichen magische Wirkung verleiht und geheimnisvolle Seiten unter dem äußeren Schein sichtbar macht“, so die Aussteller.
1977 wurde Blau mit dem Eduard von der Heydt-Preis der Stadt Wuppertal ausgezeichnet. Die Ausstellung präsentiert rund 70 Gemälde und Arbeiten auf Papier und bietet damit einen repräsentativen Querschnitt aus dem Lebenswerk des Künstlers.
 
Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags von 11 bis 20 Uhr geöffnet.
 
Redaktion: Frank Becker