Aktuelles aus der Kultur

Die Kolumne

von Andreas Rehnolt

Foto © Frank Becker

Aktuelles aus der Kultur

Für die Musenblätter zusammengestellt
von Andreas Rehnolt
 





Kreis Viersen und Stiftung vergeben mit 10.000 Euro dotierten Kunstpreis 2015
 
Viersen - Ab sofort können sich Komponisten für den Kunstpreis 2015 des Kreises Viersen bewerben. Der Preis, der seit 2006 alle drei Jahre gemeinsam mit der Stiftung „Natur und Kultur“ vergeben wird, wird diesmal turnusmäßig in der Sparte Musik ausgelobt, hieß es am Freitag in einer Mitteilung. Prämiert wird die Komposition eines genreübergreifenden Musikstücks. Bis zum 30. April 2015 können Komponisten in einem anonymen Verfahren Beiträge einreichen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.
„Mit dem Kunstpreis soll die Arbeit von Komponistinnen und Komponisten nachhaltig gefördert werden“, so Landrat Peter Ottmann. Eine Jury entscheidet über die Vergabe und eine eventuelle Aufteilung des Preisgeldes. Jeder Teilnehmer kann sich mit einem Werk bewerben. Werkzyklen sind zulässig. Woher die Komponisten kommen, spielt keine Rolle - eine geografische Begrenzung gibt es nicht.
Aufgabe ist die Komposition eines genreübergreifenden Stückes. Wer sich also beispielsweise im Jazz bewegt, sollte stilverbindende Elemente einbauen, etwa Pop, Elektronik, Neue Musik, Klassik, hieß es in der Mitteilung des Kreises. Das Musikstück sollte für ein Ensemble bis maximal zehn Beteiligte und einer Aufführungsdauer von 15 bis 40 Minuten geschrieben sein. Kollektivkompositionen sind zulässig. Die Gewinner-Komposition wird am 6. September 2015 im Rahmen der Preisverleihung in der Kempener Paterskirche uraufgeführt.
 
Die Unterlagen sowie ein Anmeldevordruck stehen im Internet auf der Homepage des Kreises Viersen: www.kreis-viersen.de/kunstpreis
 
 
Clownspreis für Theatermacher Roberto Ciulli
 
Mülheim/Ruhr - Roberto Ciulli, der Mitbegründer und Intendant des Mülheimer Theaters an der Ruhr wurde am Samstag mit dem Planet of Smiles Award 2014 des World Parliament of Clowns ausgezeichnet. Der Theatermacher arbeitet bei seinen Inszenierungen oft mit Elementen der Clownskunst, so etwa in dem komisch-musikalischen Stück „Clowns 2 1/2“. Überreicht wird der Preis von Antoschka, einst Starclown des Moskauer Staatszirkus' und Gründerin des World Parliament of Clowns.
Bisherige Preisträger der jährlich vergebenen Auszeichnung sind unter anderem der Filmemacher Wim Wenders, der ehemalige anglikanischer Erzbischof sowie Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu und der indische Musiker und Komponist Ravi Shankar. Roberto Ciulli leitet seit 33 Jahren das weltweit bekannte Mülheimer Theater an der Ruhr und feierte am 1. April dieses Jahres seinen 80. Geburtstag.
 
 
 
Marion Ackermann bleibt künstlerische Direktorin der Kunstsammlung NRW
 
Düsseldorf - Die amtierende künstlerische Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Marion Ackermann, bleibt bis zum Jahr 2023 in diesem Amt. Das Land NRW hat nach Angaben von Kulturministerin Ute Schäfer vom Montag den bis 2016 befristeten Vertrag mit Ackermann um weitere sieben Jahre verlängert. Neben der Neukonzeption der Dauerausstellung im K 20 und der Künstlerräume im K 21 habe die Chefin der Kunstsammlung NRW innovative Akzente mit der Abteilung Bildung, der Medienwerkstatt und dem öffentlichen Programm im Schmela-Haus gesetzt, hieß es in der Mitteilung. 
Auf Grund des internationalen Renommees von Ackermann und als Zeichen der Anerkennung haben sich Ministerpräsidentin Kraft und Ministerin Schäfer einvernehmlich für eine frühzeitige Vertragsverlängerung eingesetzt. Das Kuratorium der Stiftung und das Landeskabinett haben der Verlängerung bereits zugestimmt.
 
 
Westfälische Kulturpreise vergeben
 
Bielefeld/Münster - Der diesjährige, jeweils mit 4.000 Euro dotierte Förderpreis für Kunst der Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit in Münster ist am Sonntag in Bielefeld an die beiden jungen Künstler Katrin Kamrau aus Lübben im Spreewald und Jeronimo Voss aus Frankfurt/Main vergeben worden. Es wurden auch die jeweils mit 3.000 Euro dotierten Preise im Bereich Musik vergeben. Sie gingen an den Klarinettisten Ege Banaz, der in Detmold studiert und die Geigerin Christa-Maria Stangorra aus Minden. Die jeweils mit 4.000 Euro dotierten Literaturpreise bekamen die Romanautorin Susan Kreller aus Bielefeld und der Lyriker Georg Leß aus Arnsberg.
In ihren Fotografien und Installationen richtet Kamrau nach Ansicht der Jury ihren Blick vor allem auf soziale Interaktionen, Machtstrukturen, Rollenzuschreibungen und Beziehungsgeflechte. Voss setzt sich nach Ansicht der Jury in seinen gesellschaftskritischen und zugleich poetischen Filminstallationen und Fotocollagen auf beeindruckende Weise unter anderem mit Weltanschauungen, politischen Theorien und zeitgenössischer Stadtentwicklung auseinander, hieß es bei der Preisvergabe.
 
 
 
Kartenvorverkauf für Literaturfestival „lit.Cologne“ startet
 
Köln - Am vergangenen Dienstag begann der Kartenvorverkauf für das Literaturfestival „lit.Cologne“, das vom 11. bis zum 21. März nächsten Jahres in Köln stattfindet. Das Internationale Literaturfest wird bereits zum fünfzehnten Mal ausgerichtet. Programmhefte für die renommierte Veranstaltung sind ebenfalls seit Dienstag an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie im Buchhandel erhältlich. „lit.Cologne“ ist nach eigenen Angaben ein Literaturfestival, das die klassische Lesung durch Diskussionen, Gespräche und Formen aus Theater und Kabarett ergänzt.
Mit bis zu 175 Veranstaltungen und einem eigenen Programm für Kinder (lit.kid.Cologne) ist die lit.COLOGNE eines der größten Literaturfestivals in Europa. Die Veranstaltungen finden in Theatern und Spielorten im gesamten Kölner Stadtgebiet statt. Im nächsten Jahr gibt es erstmals mit der Reihe „Vorschulbuch“ auch ein Programm für Vorschulkinder in den Kindertagsesstätten.
 
 
 
Ripper Award für dänischen Autor Jussi Adler-Olsen
 
Unna - Der mit 11.111 Euro dotiierte diesjährige Ripper Award geht an den dänischen Bestsellerautor Jussi Adler-Olsen. Der renommierte Europäischen Preis für Kriminalliteratur wird alle zwei Jahre im Rahmen des internationalen Krimifestivals „Mord am Hellweg“ ausgelobt. Krimifans konnten diesmal über fünf nominierte Autoren abstimmen.
Der Preis ehrt Autoren, die zur Weiterentwicklung des Genres beitragen. Die Auszeichnung nimmt der 1950 als Sohn eines Psychiaters in Kopenhaten geborene Adler-Olsen am 17. März nächsten Jahres in der westfälischen Metropole entgegen. Dann wird er auch aus seinem neuesten Krimi „Verheißung“ lesen. 1997 erschien sein erster Thriller mit dem Titel „Alfabethuset“, der in acht Ländern mit großem Erfolg veröffentlicht wurde.
 
 
 
Damaris Kerkhoff erhält Werner Deutsch-Preis für Junge Kunst
 
Kleve - Die Künstlerin Damaris Kerkhoff erhielt am Freitag im niederrheinischen Kleve den diesjährigen, mit 3.000 Euro dotierten Werner Deutsch-Preis für Junge Kunst. Nach Angaben des Museums Kurhaus Kleve vom Dienstag überzeugte Kerkhoff die Jury durch ihre formale und inhaltliche Vielschichtigkeit. Sie integriere verschiedene Medien wie Fotografie, Zeichnung und Skulptur in räumliche Installationen und schichte dabei Bezüge, die von Politik über Kunstgeschichte bis hin zu Mediendiskursen reichen, so die Jury. 
Zentral für alle Arbeiten der Künstlerin, daß eine Übersetzung zwischen Optik und Haptik beschrieben wird. Das Gesehene wird transformiert, so daß eine körperorientierte Reaktion im Betrachter hervorgerufen wird. Damit verbunden ist eine prozeßorientierte Arbeitsweise, in der die Entwicklung der Werke, deren Umsetzung, genauso relevant ist wie das Ergebnis. Im Museum Kurhaus Kleve sind Collagen, Skulpturen und textile Arbeiten zu sehen. Eigens für das Museum Kurhaus Kleve wurde eine Edition angefertigt. Der Preis erinnert an den engagierten Förderer des Museums, Werner Deutsch, der im Oktober 2010 verstorben ist.
 
 
 
Theater Dortmund steigerte Auslastung um drei Prozent
 
Die Bühne sieht sich nach eigenen Angaben sowohl künstlerisch als auch finanziell gut aufgestellt
 
Dortmund - Das Theater Dortmund blickt nach eigenen Angaben auf eine erfolgreiche Spielzeit 2013/2014 zurück. Wie die Bühne mitteilte, konnte die Gesamtauslastung von insgesamt 69,1 % auf 72,1 % gesteigert werden. Zu dem Ergebnis trugen vor allem die Oper mit einer Steigerung der Auslastung um 11,2 %, das Schauspiel um 5,5 % sowie die Philharmonie um 5,4 % bei.
Mit 221.858 Besuchern in 698 Vorstellungen werde der wachsende Zuspruch der Dortmunder zu ihrem Theater eindrucksvoll unter Beweis gestellt, hieß es in der Mitteilung weiter. Das Theater Dortmund schreibt inzwischen in finanzieller Hinsicht schwarze Zahlen. Aufgrund der Umstellung der bilanziellen Behandlung der investiven Zuschüsse ist das Bilanzergebnis des Theaters ausgeglichen.
Jedoch unterschritt das Theater das zur Verfügung gestellte Budget sogar um 69.000 Euro. Zusätzlich gelang es dem Theater, die Tarifsteigerungskosten ab dem 1. März 2014 bis zum Ende der Spielzeit 2013/2014 in Höhe von rund 380.000 Euro aus eigenen Mitteln zu kompensieren. Damit leiste man einen deutlichen Beitrag zur Konsolidierung des Dortmunder Haushalts.
Die geplanten Einnahmen aus Kartenverkäufen wurden von allen Sparten nicht nur erfüllt, sondern in einigen Bereichen deutlich übertroffen. So verzeichnete die Oper eine Steigerung der Auslastung auf 69,4 Prozent. Auch das Schauspiel Dortmund konnte die Auslastung auf 78 Prozent steigern. Das Kinder- und Jugendtheater erreichte eine er Auslastung von 84,8 %, das Ballett eine von 62,4 %. Die Konzertreihen der Dortmunder Philharmoniker besuchten 29.904 Zuschauer (Auslastung 68,4%). Die Einnahmen aus dem Sponsoring und der Projektförderung konnten auf 735.000 Euro gesteigert werden.
Zum Abschlussbericht der Spielzeit 2013/2014 erklärte die Geschäftsführende Direktorin, Bettina Pesch: „Das Theater Dortmund steht nicht nur künstlerisch, sondern auch finanziell sehr gut da. So, wie wir durch die Qualität unserer Produktionen immer mehr Menschen für unser Theater begeistern und verstärkt überregionales Interesse an unserem Haus wecken, schreiben wir auch schwarze Zahlen durch solides Wirtschaften. Dieser Erfolg beruht auf dem Engagement und der Leistungsbereitschaft jeder einzelnen Mitarbeiterin und jedes einzelnen Mitarbeiters in unserem Theater.“
 
 
 
Theatertreffen der Duisburger Akzente zum Thema „Heimat“
 
Duisburg - Das Theatertreffen im Rahmen des traditionsreichen Kulturfestivals Duisburger Akzente findet im kommenden Jahr nach Veranstalterangaben vom Donnerstag unter dem Thema „Heimat“ statt. Die 36. Duisburger Akzente laufen vom 7. bis 22. März 2015. Mit „Heimat“ werde ein Begriff ins Zentrum gestellt, der im Laufe der Geschichte seine Bedeutung immer wieder verändert hat und in zahlreichen Facetten erscheint. Das Kulturfestival stellt die Frage nach dem „zu Hause sein“ in einer sich stetig wandelnden Welt, die aktuell geprägt ist von Globalisierung und Migrationsbewegungen, neuen Technologien und sich auflösenden Traditionen, hieß es in der Ankündigung. Einzelheiten zum Programm des Theatertreffens und zu einzelnen Produktionen wollen die Veranstalter auf einer Pressekonferenz am 15. Dezember in Duisburg mitteilen.
 
Redaktion: Frank Becker