80 Jahre groes Kino in Essen

Die "Lichtburg" feiert in diesen Tagen Geburtstag

von Tanja G

© Lichtburg Essen
80 Jahre großes Kino in Essen
 
Die "Lichtburg" feiert Geburtstag
 

Seit 80 Jahren ist die Lichtburg in Essen ein Synonym für „großes Kino“. Der Filmpalast in der Kettwiger Straße besitzt mit seinen 1.250 Plätzen nicht nur den größten Kinosaal Deutschlands, sondern ist gleichzeitig auch eines der stimmungsvollsten Kinos der Republik. Die Filmstiftung NRW gratuliert der engagierten Betreiberin Marianne Menze und ihrem ganzen Team zum Geburtstag ihres Hauses, in dem seit dem 18. Oktober 1928 Filme gezeigt werden.
 
Anläßlich des Geburtstags wird in der Lichtburg gefeiert: Neben der Jubiläumsfeier am 18. Oktober, zu der u. a. Essens Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger, Regisseur Wim Wenders und auch einige Schauspieler erwartet werden, präsentiert das Kino eine Woche lang ein erlesenes Film- und Bühnenprogramm. Am 17. Oktober kommt dazu Regisseur Philipp Stölzl mit seinen Hauptdarstellern Benno Fürmann und Florian Lukas nach Essen, um in der Lichtburg sein von der Filmstiftung NRW geför­dertes Berg­steigerdrama „Nordwand“ eine Woche vor dem offiziellen Kinostart vorzu­stellen. Als Auftaktveranstaltung der Jubiläumswoche wird der Kinoerfolg "Kirsch­blüten – Hanami" von Doris Dörrie gezeigt. Hauptdarsteller Elmar Wepper ist anwe­send.
 
2002/2003 wurde die Essener Lichtburg aufwendig renoviert, ohne dabei den unver­wechselbaren nostalgischen Charakter zu gefährden. Für die Besucher bedeutet das seit der Wiedereröffnung 2003: modernste Technik und größtmöglicher Komfort. Seit 2008 sind in der Lichtburg außerdem auch digitale Filmprojektionen möglich. Ermöglicht wurde die Renovierung vor fünf Jahren durch die Unterstützung der Filmstiftung NRW, die den Umbau damals mit 595.000 Euro unterstützte.
 
Vor und nach dem Krieg war die Lichtburg eines der wichtigsten Premierenkinos in Deutschland. Zarah Leander, Romy Schneider, Gary Cooper und Heinz Rühmann gehörten zu den Künstlern, die mit ihren Filmen in der Lichtburg Uraufführungen feier­ten. Auch seit der Modernisierung wird auf der Kettwiger Straße wieder regelmäßig der rote Teppich ausgerollt. Sönke Wortmanns Kinofilm „Das Wunder von Bern“ er­lebte in der Lichtburg ebenso seine Deutschland-Premiere wie Dani Levys „Mein Führer“, Til Schweigers „Barfuß“ oder jüngst die Otfried Preußler-Verfilmung „Krabat“.

Das ausführliche Programm der Jubiläumswoche folgt in Kürze an dieser Stelle!

Weitere Informationen unter: www.lichtburg-essen.de

Redaktion: Frank Becker