Peru im "National Geographic"

Reportagen über das Andenland werden besonders gerne gelesen

von Yenia Zaba
 
 
Artikel über Peru gehören zu den beliebtesten in der Zeitschrift „National Geographic“  

Zeitschrift plant Reiseführer für Peru mit hoher Auflage
 
Lima/Langen, Februar 2009. Berichte über Forschungsergebnisse aus Peru belegen gleich zwei Plätze der Bestenliste „Top Ten Archaeology Finds 2008“ von National Geographic. Das renommierte Wissenschaftsmagazin veröffentlicht jedes Jahr diese Liste der meistgelesenen Reportagen aus dem Bereich Archäologie.
 
Reportagen über die Ruinen von Kimbri (Cusco) sowie über spezielle, von den Inka angewandte neurologische Operationstechniken gehörten damit zu den Artikeln, die die Leser der Zeitschrift im vergangenen Jahr am stärksten fesselten. Auf den anderen Plätzen finden sich Artikel zum Beispiel über die ägyptischen Pyramiden oder die bronzezeitlichen Steinmegalithen von Stonehenge.
   Der Bericht über die nahe Cusco gelegenen Ruinen von Kimbri erschien im Januar 2008 und widmete sich der Frage, ob es sich bei Kimbri um die legendäre verschwundene Stadt Paiti handeln könne. Paiti, die als blühende Stadt galt und von der nur bekannt ist, daß sie zwischen Peru, Brasilien und Bolivien lag, ging kurz nach der Ankunft der Spanier unter. Zwar geht es in dem „National-Geographic“-Artikel nicht darum, den Beweis anzutreten, ob Kimbri und Paiti identisch sind. Nichtsdestotrotz beweist der Beitrag, welche Bedeutung die Fundstätte für den kulturellen und archäologischen Tourismus in Peru besitzt.
 
Eine zweite, im Mai 2008 publizierte Reportage hat spezielle, von den Inka angewandte Operationsmethoden zur Schädelöffnung (medizinischer Fachbegriff: Trepanation) zum Thema. Dabei kommt die Autorin Valerie Andrushko zu dem Schluß, daß die Inka bereits im 15. Jahrhundert neurologische Methoden einsetzen, die der modernen Chirurgie in nichts nachstanden. Laut Andrushko lag die Überlebensquote bei diesen komplizierten Eingriffen an der Schädeldecke bei 90 Prozent; auch die Infektionsrate war extrem gering. Gleichzeitig weist die Expertin in dem Bericht nach, daß viele Heilmethoden der Inka auf dem Einsatz der Coca-Pflanze basierten und daß die Inka die heilenden Kräfte dieser Pflanze ganz gezielt für ihre medizinischen Behandlungen nutzten. 
 
Auch 2009 hat „National Geographic“ Peru im Visier: Ende Februar soll mit „Traveler Peru“ der 59. Reiseführer der Zeitschrift erscheinen. Die geplante Auflage für den in den USA, Kanada und Europa vertriebenen Reiseführer liegt bei 17.000 – mehr als doppelt so hoch wie die Auflage anderer Reiseführer aus der Traveler-Reihe. 2010 soll zudem eine spanische Ausgabe aufgelegt werden.
    „Zwischen National Geographic und Peru besteht nicht nur eine enge Beziehung. Auch die Zahl der Touristen, die sich für dieses Land interessieren, wächst ständig“, so Caroline Hickney, Herausgeberin des Peru-Guides, zur hohen Auflage des neu erscheinenden Guides.
    Für „National Geographic Traveler Peru“ trugen der Buchautor, Reisejournalist Rob Rachowiecki, und Fotograf Vance Jacobs Fotos und Berichte aus allen Regionen des Landes zusammen, legen dabei aber Schwerpunkte auf die Städte Lima, Cusco, Arequipa sowie auf die Amazonas-Region und die Nordküste des Landes. Neben ganz allgemeinen Infos zum Land und zu Sehenswürdigkeiten in Peru finden sich in dem Reiseführer auch zahlreiche Insider-Tipps.

Weitere Informationen unter:
www.bz-comm.de