Rainer Maria Rilke Duineser Elegien

An Kuohn spricht + sonorfeo vertont die "Musik hinter der Musik"

von Matthias Nahmmacher

© Matthias Nahmmacher
sonorfeo lädt ein:
 
Rainer Maria Rilke – Duineser Elegien
 
An Kuohn - Sprecherin
Ulrike Nahmmacher - Violine
Matthias Nahmmacher - Flöte
Dietmar Wehr Kontrabaß
 




27. Februar, 20 Uhr
OLGA – Raum für Kunst
Ludwigstraße 14
42105 Wuppertal
Eintrittspreis: 10,- / 8,- Euro

28. Februar, 19 Uhr
Schloß Hamborn
33178 Borchen
 
Rainer Maria Rilke war in seiner gesamten Dichtung auf der Suche nach einer „Musik hinter der Musik“. Die Schauspielerin An Kuohn und die Musiker Ulrike Nahmmacher (Violine), Matthias Nahmmacher (Flöte), und Dietmar Wehr (Kontrabaß) vertonen Rilkes Duineser Elegien jedoch mit realer Musik. Diese Musik folgt den archetypischen Bildern des Textes, in Spiegelung und Entsprechung, wie auch in Konflikt, Überhöhung oder Kontemplation. Es entsteht ein Sprach-Musik-Geflecht, das es möglich macht, Rilkes „Musik hinter der Musik“ zu folgen.
 
Wenn sonorfeo sich an die Vertonung von Lyrik macht, geht es nie nur darum, einen mehr oder weniger „schönen“ musikalischen Rahmen für einen Text zu finden. Vielmehr streben die Künstler, den Textinhalt sinnlich hörbar zu machen. Das geschieht immer simultan, mit subtilen Instrumentationen, während der Text gesprochen wird. Wer die Duineser Elegien liest, mag zuerst denken, daß es sich um alte Bilder in einer sehr alten Sprache handelt. Das erste Viertel des 20. Jahrhunderts ist uns emotional ja eher fremd. Dennoch zeigt sich schnell, daß diese Gedichte thematisch erstaunlich gut in unsere Zeit passen, ja vielleicht erst in unserer Gegenwart bis in ihre letzten Tiefen zu deuten sind. Die Vereinzelung des Menschen, das Mißverhältnis zur umgebenden Mitwelt, die gedankenlose Abkehr von jeglicher Spiritualität, die Fixierung auf Geld und Ruhm, die Plünderung der Erde; all dieses, sind Themen die uns heute mehr denn je beschäftigen. Jenseits einer rein intellektuellen Deutung entfaltet die machtvolle doch immer wieder überraschend zarte Metaphorik der Rilkeschen Sprache eine starke seelische Realität und Aktualität. Sie wendet sich unmittelbar ans Gefühl, fordert jedoch im nächsten Moment entschieden das Denken heraus.
 
Mehr Informationen zum Projekt und sonorfeo: http://www.sonorfeo.de/projekte_rilke.htm
und
www.sonorfeo.de