Das Neueste aus Quito

Ecuadors Hauptstadt hat im Sommer viel zu bieten

von Felix Knothe
Das Neueste aus Quito –
Stadt in der Mitte der Welt

Juli 2009
 
 Individuelle Erlebnis-Highlights auf der neuen
Sommer-Website

 
Sonne, Kultur, Feste: Der Sommer hat Einzug gehalten in der ecuadorianischen Hauptstadt, und mit ihm bietet das Quito Visitor’s Bureau seinen Besuchern neue, verlockende Angebote und Touren auf einer speziell gestalteten und täglich aktualisierten Sommer-Website: www.quitoverano.com.
 
Es ist immer ein besonderes Erlebnis, das Panorama der schneebedeckten Bergspitzen, den blauen Himmel und den frischen Wind zu erleben. Dieses Jahr jedoch hält Quito für seine Besucher einen ganz besonderen Höhepunkt bereit: Zum 200. Mal jährt sich am 9. August 2009 die Unabhängigkeit der Stadt von der spanischen Herrschaft, und dieses Jubiläum wird mit dem wohl größten Sommerfest gefeiert, das Quito je erlebt hat, der Velada Libertaria. Doch gefeiert wird nicht nur am Jahrestag selbst, die ganze Stadt freut auch vorher schon über die Revolución Quiteña.
 
Die Sommerwebsite informiert umfassend und aktuell über die nächsten Ereignisse, die schönsten Touren, die besten Specials: Gratistouren in der Stadt oder zum Vulkan Pichincha, Konzerte mit ecuadorianischer Musik, spezielle Hotel-Packages oder aber die schönsten Sehenswürdigkeiten in der Stadt – nach Interessensgebiet oder Datum sortiert findet man hier mit nur wenigen Klicks den passenden Höhepunkt, der den Sommer in Quito unvergeßlich machen wird. www.quitoverano.com
 
 
Traditionell die Altstadt entdecken
 
Chivas – die traditionellen Doppeldecker-Busse, die an den Seiten geöffnet sind – touren normalerweise nur im Dezember, während der Fiestas de Quito durch die Stadt. Diesen Sommer jedoch machen sie nicht nur eine Ausnahme, sie laden zudem alle Interessierten zu kostenlosen Touren ein:
 
Jeweils mittwochs bis samstags werden die teilnehmenden Gäste am frühen Abend auf eine Fahrt durch die Altstadt abgeholt. Begleitet werden sie dabei von einem Führer, Musik, und dem traditionellen ecuadorianischen Getränk, dem Canalezo. Treffpunkt zu der Tour ist je vor dem Sheraton, Swisshotel, Holiday Inn und Hilton, alle teilnehmenden Hotels sowie die genauen Abfahrtszeiten finden sich unter:
http://www.quitoverano.com/index.php?option=com_content&view=article&id=45&Itemid=55&lang=en
 
Ein perfekter Abend beginnt mit der Fahrt in ein wunderbares Restaurant. Darum haben Interessierte die Gelegenheit, sich vom Chiva-Bus in eines der teilnehmenden Lokale fahren zu lassen – und um sich bereits unterwegs auf den Abend einzustimmen, gibt es neben Musik auch einen Welcome-Canalezo. Welches Restaurant auf der Route liegt und wo die Haltestellen liegen, all das steht auf:
http://www.quitoverano.com/index.php?option=com_content&view=article&id=46&Itemid=56&lang=en
Eine ganz besondere Tour bietet das Quito Visitor’s Bureau im Juli und August an: Mit der Seilbahn geht es auf den Vulkan Ruca Pichincha, dann folgt ein rund zweistündiger Aufstieg auf den 4698 Meter hohen Gipfel. Die anschließende Pause hat man sich verdient, doch läßt der grandiose Ausblick die Anstrengung sofort vergessen. Alle Informationen rund um den Tagesausflug, die empfohlene Ausrüstung und die genauen Termine findet man unter:
http://www.quitoverano.com/index.php?option=com_content&view=article&id=40&Itemid=13&lang=en
 
 
La Ronda – neuer Glanz über alten Pflastern
 
In den 50er Jahren Inspiration für und Heimat von Künstlern, Malern, Dichtern und Musikern, dann der langsame Abstieg zum Rotlicht-Viertel – und nun leuchtet La Ronda, die offiziell Calle Morales heißt und als eine der schönsten Straßen der Altstadt gilt, im neuen Glanz als Touristen- und Trend-Magnet.
 
Man kann förmlich zusehen, wie Monat für Monat neue, spannende und individuelle Bars, Cafés und Galerien ihre Türen öffnen. Selten haben sich Bewohner und Geschäftsleute so eingesetzt, wie dafür, diese Straße wieder attraktiv für die Besucher zu gestalten.
 
Sibarí Café etwa, diese zweistöckige Mischung aus Bar, Café und Restaurant, mit der großen Getränkekarte: Jeden Abend gibt es Live-Musik, und speziell an den Wochenenden zittert die große Glasfassade beinahe, so sehr wird getanzt und gefeiert. Im kulturellen Zentrum La Rondas gelegen, bietet das Sibarí mit seinen empanadas, tamales and humitas ecuadorianische Küche vom Feinsten. Gleichzeitig bietet es auch Raum für Ausstellungen und Installationen (Haus-Nr. 707, Tel.: +593 2 229-9809).
 
Ob zum entspannten Treffen mit Freunden, zum besonderen Dinner zu zweit oder einfach nur, um ein gutes Glas Wein zu genießen: Tampú (Nr. Oe1-84, Tel.: +593 2 2284-221) ergänzt die eingesessenen Restaurants mit seinem unaufdringlichen, aber stylishen Ambiente, dem perfekten Blick über die Dächer Quitos, seinen lokalen Produkten und Spezialitäten – und mit seinen moderaten Preisen.
 
Nach all den guten Speisen Lust auf ein erlesenes Glas Tee? In La Ronda muß man auf nichts verzichten – sondern darf im „Lunera“ (Nr. 918) aus über 27 verschiedenen Teesorten auswählen. Und wer zu einer entspannten Tasse Tee auch gleich einen Blick in die Zukunft werfen will, der muß nur Claudia Abat anrufen (Tel.: 097-144122) und sich die Tarot-Karten legen lassen.

Aber nicht in Sachen Restaurants und Bars, sondern auch wenn man auf der Suche nach dem besonderen Geschenk, der besonderen Erinnerung oder aber dem besonderen Designer-Stück ist, wird man in La Ronda sicher nicht enttäuscht. Mucahua (Nr. 918) hat eine großartige Auswahl an Kunst-Arbeiten, Jomayr bietet hervorragende, unbehandelt angebaute Kaffees und Schokoladen an, Inga Ñan (Nr. 764) lockt mit wunderschönen Schals, während sich Arte Kreativo (Nr. 925) auf Keramik-Arbeiten spezialisiert hat.
 
La Ronda, das ist die wunderschöne Erfolgsgeschichte der Resozialisierung einer fast vergessenen Straße – ein Spaziergang über diese alten Pflaster gehört zu jedem Quito-Besuch dazu, bei Fragen hilft auch das Quito Visitor’s Bureau und The FONSAL (www.fonsal.gov.ec) weiter, die beide kleine Büros in La Ronda haben (Nr. 925 bzw. Nr. Oe3-101).
 
 
Kunst und Geschichte neu erleben
 
Lust auf Kunst? Oder doch lieber mehr über die Geschichte Quitos erfahren? Wer das neue Museum für zeitgenössische Kunst, „El Bicentenario“ in San Juan, besucht, der muß sich nicht entscheiden – denn dieses erst vor knapp einem Jahr eröffnete Zentrum bietet die ideale Kombination aus beiden Gebieten: Noch bis Anfang 2010 liegt der Schwerpunkt aller Ausstellungen auf der Revolution, die sich am 9. August dieses Jahres zum 200. Mal jährt.
 
Da geht es in der Hauptausstellung, der fünf Säle gewidmet sind, um die „Revolución Quiteña“, während die anderen Räume mehr über die Geschichte der ecuadorianischen Fotografie oder über die Einflüsse der Französischen Revolution auf Quito erzählen. Aber auch die kleinen Besucher wurden nicht vergessen; in diesem Museum können Kinder die Geschichte Ecuadors spielerisch erleben.
 
Sehenswert sind aber nicht nur die Exponate, auch das Gebäude des Museums ist einen Besuch wert – ist es doch in den Räumen des ehemaligen Militär-Krankenhauses San Juan untergebracht, heute umrahmt von einem kleinen Buchladen und einem modernen Café.
 
Alle Informationen zur Ausstellung sind unter http://www.quito.com.ec erhältlich.

Die besten Ausflugtips für kleine Besucher
 
In Quito unterwegs mit Kindern? Kein Problem! Die besten Tips, die garantiert nicht nur dem Nachwuchs Spaß machen.
 
·        Wie spannend und faszinierend Wissenschaft sein kann, beweist das Museum „Sala Guaguas“ in Chimbacalle: Interaktiv statt hinter Glaskästen laden hier die Exponate zum Ausprobieren und
Mitmachen ein. (Calle Antonio de Latorre, Barrio Chimbacalle, Öffnungszeiten Mittwoch bis Sonntag von 9 bis 17 Uhr.)
·        Was ist eine Lagune? Welche Tiere leben dort? Und wie sieht es da aus? All diese Fragen lassen sich am besten bei einer Bootstour durch die Lagune Parque La Carolina beantworten (Parque La Carolina, nahe der Avenida Los Shyris und der Avenida Eloy Alfaro.)
·        „Spielend lernen“ – so heißt die Ausstellung im Museum für zeitgenössische Kunst „The Bicentennial“: Hier können Kinder die Geschichte Ecuadors erleben, erfahren und spielend nachvollziehen. (Edificio Bicentenario Centro de Arte Contemporaneo, Antiguo Hospital de San Juan, Luís Davila y Montevideo.)
·        Vielleicht fällt ja eine Sternschnuppe herab … Die Sternwarte von Quito im Park La Alameda hat wieder eröffnet und bietet Kindern wie Erwachsenen einen traumhaften Blick auf die Sterne und den Weltraum. Jeweils dienstags bis sonntags von 9 bis 17 Uhr und in klaren Nächten auch ab 19 Uhr können Groß und Klein in den Himmel Ecuadors gucken.
·        Wie haben die Menschen früher gelebt, hatten sie Teller und Häuser oder wohnten sie in Hütten oder Höhlen? Anschaulich und spannend zeigt der Öko-Archäologische Park „Rumipamba“, wie das Leben und der Alltag der Bewohner Ecuadors früher ausgesehen hat. (Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag, Avenida Mariscal Sucre.)
·        Auto, Fahrrad, Zug – klar, damit sind alle Kinder schon gefahren. Etwas Besonderes ist aber sicher die Gondel Teleférico, die auf den Vulkan Pichincha führt – hier erwartet die Besucher der Vulkano-Park zum Spielen, Aussicht genießen und Essen. (Abfahrt: Avenida Mariscal Sucre, Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, Freitag bis Sonntag bis 20 Uhr.)
·        Mit dem Rad durch den Itchimbía-Park oder aber mit dem Drachen von den Hängen fliegen – wer Lust auf einen aufregenden Tag in der Natur hat, der ist in diesem Park in der José María Aguirre N4-108 garantiert richtig! (Räder kann man sonntags von 9 bis 15 Uhr ausleihen.)
 
 
·        Vulkane mal richtig aus der Nähe betrachten? Den besten Blick hat man von dem Zug aus, der von Quito in einer vierstündigen Reise entlang der „Straße der Vulkane“ fährt. Die Züge fahren jeweils an Feiertagen und am Wochenende um 8 Uhr in Quito los – Tipp: Der Andrang ist groß, am besten das Ticket bereits einen Tag im Voraus kaufen.
·        Den wohl besten Blick über die Altstadt bieten die Türme der Basilika – die vielen Stufen beschäftigen auch sehr aktive Kinder, und die Erwachsenen haben eine unvergessliche Aussicht auf die unzählige kleinen Gassen. (Zugang täglich von 9 bis 17 Uhr, Carchi 122 y Venezuela.)
 
·        Quengelnde Kinder? Dann nichts wie los in die Guayaquil 153 y Mejía: Denn hier ist die Heladería San Agustin – und sie gilt unter großen und kleinen Experten unangefochten als die beste Eisdiele der Stadt.  
 
 
Smart-Voyager-Programm für bewußtes Reisen
 
Bewußt reisen, dabei die örtliche Wirtschaft unterstützen, Natur und Umwelt schützen: Seit 2002 gibt es in Ecuador die „Smart Voyager“-Zertifizierung, die Unterkünfte ebenso wie Reiseveranstalter auszeichnet, die besonders auf den bewussten Umgang mit den Ressourcen achten. In den kommenden Jahren soll das Programm, das ursprünglich auf den Galapagos-Inseln gestartet wurde, über 100 Tourismus-Betriebe zertifiziert haben. Unterstützt werden die örtlichen Unternehmen dabei vom Ecuadorianischen Ökotourismus-Verband (www.ecoturismo.org.ec), der sie mit praktischen Tipps ebenso wie mit Business-Erfahrung unterstützt.
 
Auch die Reiseorganisatoren haben festgestellt, wie die Nachfrage nach dieser alternativen Art des Reisens zunimmt. So hat beispielsweise die Andean Travel Company (www.andeantc.com) eine fünftägige Tour in den Süden und Osten Quitos ins Programm aufgenommen, in der die Teilnehmer nur in „Smart Voyager“-zertifizierten Unterkünften wohnen.
 
Und auch Surtrek (www.surtrek.com), einer von Ecuadors angesehensten Reise-Veranstaltern, durchläuft gerade den Zertifizierungsprozess – weitere werden sicherlich folgen.
 
Wer bei der Planung des nächsten Urlaubs Interesse daran hat, nachhaltig zu reisen, der findet unter www.purecuador.com/Partners80.html die Adressen der Betriebe, die am Smart Voyager Programm teilnehmen.

Redaktion: Frank Becker