US-Krimiautor Robert B. Parker

Die Spenser- Edition des Pendragon-Autors wird fortgesetzt

von Eike Birck

Foto: Pendragon Verlag
US-Krimiautor Robert B. Parker
 
Der amerikanische Bestsellerautor und Krimispezialist Robert B. Parker ist am Montag in seinem Haus in Cambridge (Massachusetts) verstorben.
 
Der 77-jährige Schriftsteller sei an seinem Schreibtisch tot zusammengebrochen, berichtete die Zeitung "Boston Herald" gestern unter Berufung auf Parkers Verleger. Über die Umstände seines Todes wurde noch nichts Genaueres bekannt gegeben. Es wird von einem Herzinfarkt ausgegangen.
 
Robert B. Parker wurde 1932 geboren. Nachdem er einen M.A. in amerikanischer Literatur erworben hatte, war er fünf Jahre in verschiedenen Jobs als Texter in der Wirtschaft und in der Werbung tätig, danach kehrte er an die Universität zurück. 1971 promovierte er über die »Schwarze Serie« (Dashiell Hammett, Raymond Chandler, and Ross Macdonald) in der amerikanischen Kriminalliteratur.
 
Der 1976 mit dem Edgar Allen Poe Award ausgezeichnete US-Schriftsteller schrieb insgesamt fast 40 Krimiromane. Kultstatus erreichte Robert B. Parker mit seinem Krimihelden, PI Spenser, den er 1973 mit "The Godwulf Manuscript" erstmals einführte. Die Detektivserie wurde in den 1980er Jahren auch fürs Fernsehen verfilmt.
 
2006 erschien mit „Die blonde Witwe“ der erste Spenser-Krimi in deutscher Übersetzung im Bielefelder Pendragon Verlag.  Es folgten „Der stille Schüler“ (2007) und „Der gute Terrorist“ (2008). Gerade erst wurde mit „Hundert Dollar Baby“ der vierte Spenser-Krimi veröffentlicht. Die Edition wird fortgesetzt.
Robert B. Parker wird der Kriminalliteratur sehr fehlen.