Aktuelles aus der Kultur - heute: Ausstellungen

Eine Kolumne

von Andreas Rehnolt

Foto © Frank Becker

Aktuelles aus der Kultur

Für die Musenblätter zusammengestellt
von Andreas Rehnolt
 
Thema heute: Ausstellungen



Werke von Joel Shapiro im Kölner Museum Ludwig
 
Köln - Werke des US-amerikanischen Bildhauers Joel Shapiro zeigt das Kölner Museum Ludwig ab dem 25. Februar in einer interessanten Ausstellung.  Fünfzehn frei hängende farbige Holzbalken lassen ein neues Gefühl dafür entstehen, was ein Raum und was Bildhauerei sein können, hieß es in einer Ankündigung der bis zum 29. Mai laufenden Schau. 

Float, 2009 © VG Bild Bonn
Für den großen Oberlichtsaal des Museum Ludwig schuf der 1941 geborene Künstler eine Installation aus neuen und bereits bestehenden Arbeiten, die zu einem Gesamtgefüge im Raum verwoben werden. In Deutschland ist Shapiro bislang eher für sein figuratives Werk bekannt. Seine in Köln ausgestellten Arbeiten bewegen sich im Raum, frei schwebend oder kaum sichtbar an dünnen Fäden zwischen Decke und Boden verspannt.
Sie verwandeln nach Angaben der Kuratoren den Ausstellungsraum damit selbst zu einer ebenso immensen wie luftigen Skulptur. Mit jedem Schritt ändert sich das Bild, verändern sich Grenzen, Dimensionen oder Farben. Shapiro spielt mit der Wahrnehmung und Konstruktion des Raums, ohne daß seine Arbeiten nur mit diesem einen verbunden sind.
Joel Shapiro wurde 1941 in New York geboren und studierte von 1964-69 Bildende Kunst an der New York University. Er vertrat die Vereinigten Staaten 1976 auf der 37. und 1980 auf der 39. Biennale von Venedig. Seine Arbeiten waren auf der documenta 6 und der documenta 7 zu sehen.
 
Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr sowie jeden 1. Donnerstag im Monat von 10 bis 22 Uhr geöffnet.
 
 
Museum Küppersmühle in Duisburg zeigt Werke von Antony Cragg
 
Duisburg - "Dinge im Kopf" lautet der Titel einer Ausstellung im Duisburger Museum Küppersmühle,

Tony Cragg, Foto: Atelier Cragg
die sich ab dem 24. Februar in einer retrospektiv angelegten Werkschau dem Künstler Anthony Cragg widmet. Zu sehen sind bis zum 13. Juni rund 60 Skulpturen sowie Zeichnungen und Grafiken Craggs aus allen wichtigen Werkphasen, hieß es in einer Ankündigung. 
Auf etwa 1.000 Quadratmetern bietet die Ausstellung einen Überblick zum Gesamtschaffen des Künstlers und stellt auch "frühe Arbeiten der jüngsten Produktion gegenüber. „Es ist für mich selbst sehr spannend, weil es noch nie eine Ausstellung mit Werken aus einer fast 40-jährigen Produktionsphase gab," erklärte der Künstler, der seit einigen Jahren an der Spitze der renommierten Kunstakademie Düsseldorf steht.
Der Besucher erlebt, wie die Dinge im Kopf Gestalt annehmen, sich entwickeln und jede künstlerische Lösung die nächste schon vorbereitet. „Sobald eine Skulptur fertig ist, stehe ich im Grunde genommen schon vor der nächsten, vor neuen Wegen, die man gehen könnte, oder vor Formen, die ich ausprobieren muß", so Cragg weiter. Die Ausstellung findet in der Reihe "Akademos" statt, die in lockerer Folge das Werk der Professoren der Düsseldorfer Kunstakademie vorstellt.
Cragg, der zu den bedeutendsten Bildhauern unserer Zeit zählt, lebt und arbeitet seit den späten 1970er Jahren in Wuppertal, wo er 2008 den Skulpturenpark Waldfrieden eröffnete.

Foto: Atelier Cragg

Die Ausstellung ist mittwochs von 14 bis 18 Uhr sowie donnerstags, samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.


Redaktion: Frank Becker