Íltanker- und Atomkraftwerke - Wie andere unsere Welt vergiften (und wir zusehen)

Jetzt auch als Quartettspiel

von Frank Becker

Wie wir zusehen, wie andere unsere Welt vergiften -
jetzt auch als Quartettspiel


 

         

 

Abgesoffene Öltanker, expolodierte Bohrinseln, verpestete Strände, ruinierte Naturschutzgebiete, vergiftete und getötete Seevögel auf 32 farbigen Spielkarten
  Strahlende Zeitbomben, heruntergespielte Atom-Unfälle, tödliche Bedrohungen in unmittelbarer Nachbarschaft auf 32 farbigen Spielkarten

Gleich nebenan lauert das Verderben

Quartettspielen ist landläufig als heiterer Familienspaß bekannt und beliebt, unterhaltsam, lehrreich und auch Kinder mögen es, beim eifrigen Kartensammeln spielerisch Wissen aufzunehmen und zu gewinnen. Bei diesen beiden Quartettspielen hier aber kann einem nur angst und bange werden - zwar lernt man etwas, doch ist dieses Wissen zutiefst beunruhigend, erfährt man doch mit Fakten und Zahlen, wie nah uns tagtäglich die Gefahr tödlicher atomarer Verseuchung und fataler Vergiftung
unserer Meere ist. Die Hybris des Menschen ist, zu glauben, die Kernkraft beherrschen zu können und in der Lage zu sein, in gigantischen schwimmenden Blechbehältern Hunderttausende Tonnen Erdöl-Produkte um die Welt zu transportieren, bzw. dieses Öl unmittelbar und ohne Risiko aus dem Meeresboden zu fördern. Daß dem nicht so ist, beweisen katastrophale Atom-Unfälle mit noch nicht absehbaren Folgen wie bei Three Mile Island in Harrisburg (USA, 1979), Tschernobyl (UdSSR, 1986) und Fukushima (Japan, 2011). Anders als beim hier bereits vorgestellten Tyrannen-Quartett, das mit Zahlen belegt, wie viele Menschen unter den jeweiligen Gewaltherrschern umgebracht wurden und wie hoch das von diesen Verbrechern zusammengeraffte Vermögen war, hält sich das Atomkraftwerk-Quartett in dieser Hinsicht mit Angaben zurück. Wir erfahren nicht, wie viele Menschen bei bisherigen Atomunfällen in der Welt (denn überall, auch in Deutschland, stehen solche strahlenden Zeitbomben) ums Leben kamen oder verstrahlt wurden und welche Summen die Energiegiganten damit erwirtschaftet haben.

Immerhin verrät uns das Öltanker-Quartett, das ja nur einen wenn auch erschreckenden Ausschnitt aus den tatsächlichen Tanker- und Ölbohrinsel-Unfällen auf den Weltmeeren zeigen kann, welche für die Meeresfauna tödliche gigantische Verschmutzungen der Weltmeere die Öl-Multis in Kauf nehmen, um ihren Profit zu machen. Wir lesen von Tausenden und Abertausenden umgekommenen Seevögeln - die vergifteten Fische, Wale, Robben u.a. sind ja nicht zu erfassen, da sie nicht im Öl-Schlick am
Strand verrecken. Als die z.B. "Exxon Valdez" 1989 von ihrem besoffenen Kapitän vor Alaska auf Grund gesetzt wurde, liefen 38.500 Tonnen Rohöl ins Meer und töteten 400.000 Seevögel. Eine grobe Schätzung, ebenso wie bei der "Erika" die unter maltesischer Flagge 1999 vor der Bretagne zerbrach und mit ihren 20.000 Tonnen Heizöl 300.000 Seevögel umbrachte oder der "Amoco Cadiz" an gleicher Stelle, die 227.000 Tonnen Rohöl verlor und 20.000 Vögel das Leben kostete. Als die auf den Bahamas registrierte "Pallas" 1998 vor Nordfriesland "nur" 90 Tonnen Diesel verlor, kostete das im dortigen Naturschutzgebiet 16.000 Seevögel das Leben. Wir erfahren unter welchen Billig-Flaggen die Tanker meist fahren, weil in den Zulassungsländern die Sicherheit ebe nicht so groß geschrieben wird, und wir müssen erkennen, daß niemand jemals aus geschehenen Katastrophen lernt, denn die Daten der Unfälle belegen, daß es Jahr für Jahr zu oft immer größeren Umwelt-Katastrophen kommt. Immer wieder neue Katastrophen lassen andere in den Hintergrund treten. Redet noch jemand von der Bohrinsel "Deepwater Horizon", die vor knapp zwei Jahren über Wochen geschätzte 670.000 t Rohöl in den Golf von Mexiko entließ, 80.000 Vögel tötete und die Fischereiwirtschaft einer riesigen Region ruinierte? Aber wie sang schon Robert Long so passend: "Feste Jungs, macht nur weiter so, ihr bekommt schon alles kaputt!".


Weitere Informationen unter:  www.weltquartett.de/