Die gro├če Kunst der Kleinen Form

Hans Sahl - "Der Mann, der sich selbst besuchte"

von Frank Becker
100 x die Kleine Form
 
Delikate Texte von Hans Sahl
 
Sämtliche Erzählungen und Glossen –
mit zahlreichen bisher unveröffentlichten Texten
 
Vor fast genau vier Jahren stellten wir Ihnen an dieser Stelle den ersten Band „Memoiren eines Moralisten. Das Exil im Exil“ der Hans Sahl Werkausgabe des Luchterhand Literaturverlages vor. Mit „Der Mann, der sich selbst besuchte“ schließen der Verlag und die Herausgeber Nils Kern und Klaus Siblewski diese gediegene Werkausgabe mit 100 literarischen Schmankerln ab. Daß es ausgerechnet 100 Texte sind, ist nicht einer mathematischen Willkür der Herausgeber geschuldet, es ist einfach so In diesem letzten Band werden „sämtliche Erzählungen sowie die schon zu ihrer Zeit hoch gerühmten Glossen Hans Sahls zum ersten Mal vollständig zugänglich gemacht. Damit ist endlich das erzählerische Schaffen des Autors sowie seine überragende Bedeutung in der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts neu zu entdecken.“ (Verlagstext) Das kann so stehen bleiben.
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Der Verlag weiter: „Vor 25 Jahren erschien unter dem Titel »Umsteigen nach Babylon« ein schmaler Band mit Erzählungen und Glossen von Hans Sahl. Mit diesem Buch begann 1987 die späte Renaissance des Autors, der lange im Exil in den USA lebte, in seiner deutschen Heimat. Auf der Basis dieser damals von Hans Sahl selbst zusammengestellten Sammlung von Prosatexten beruht »Der Mann, der sich selbst besuchte«. Das Buch, das zugleich den Abschlussband der vierbändigen Werkausgabe Hans Sahls darstellt, enthält sämtliche Erzählungen des Autors, darunter auch eine Reihe von bislang unveröffentlichten Texten aus dem Nachlass. Aufgenommen wurden darüber hinaus die Glossen Hans Sahls, sofern sie über journalistische Tagesereignisse hinausreichen und einen eigenständigen erzählerischen Kern aufweisen. Gerade diese oftmals an sehr entlegenen Stellen publizierten Miniaturen werden damit zum ersten Mal wieder einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Damit ist endlich auch Hans Sahls erzählerisches Werk in seiner Gesamtheit neu erschlossen: das Werk eines großen Autors, der in die Emigration getrieben wurde und der doch auch in der Ferne nichts von seinem Witz und seiner moralischen Feinfühligkeit verlor. Im Gegenteil.“
 
Die vorbildliche Edition verdient ebenso wie die intelligenten Kritiken und Glossen, Erzählungen und Feuilletons des brillanten Erzählers Sahl unsere Auszeichnung: den Musenkuß. Das ideale Geschenk für Lesehungrige (und für sich selbst).
 
Hans Sahl – „Der Mann, der sich selbst besuchte“ - Die Erzählungen und Glossen
© 2012 Luchterhand Literaturverlag, gebunden mit Schutzumschlag, 415 Seiten - ISBN: 978-3-630-87293-3
€ 22,99 [D] | € 23,70 [A] | CHF 32,90* (* empf. VK-Preis)

Weitere Informationen:
Luchterhand Literaturverlag   -   www.randomhouse.de/