M├Ądchen

Eine Gedicht von Alfred Lichtenstein - mit einem Foto

von Michael K. Trout


Anja - Foto © Michael K. Trout


Mädchen
 
Sie halten den Abend der Stuben nicht aus.
Sie schleichen in tiefe Sternstraßen hinaus.
Wie weich ist die Welt im Laternenwind!
Wie seltsam summend das Leben zerrinnt . . .
 
Sie laufen an Gärten und Häusern vorbei,
Als ob ganz fern ein Leuchten sei,
Und sehen jeden lüsternen Mann
Wie einen süßen Herrn Heiland an.
 
 
Alfred Lichtenstein