Kirchner und die K├╝nstlergemeinschaft Br├╝cke

Eine Ausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart

Red.

Otto Mueller, Bildnis Eugen (Knabenkopf), 1919 Lithographie,
handkoloriert in Blau und Ocker

Kirchner und die
Künstlergemeinschaft Brücke

Begleitend zur großen Ausstellung „Ernst Ludwig Kirchner. Die unbekannte Sammlung“ zeigt die Staatsgalerie Stuttgart im Graphik-Kabinett Zeichnungen und Druckgraphiken weiterer Mitglieder der Künstlergemeinschaft „Brücke“, die Ernst Ludwig Kirchner ab 1905 um sich geschart hatte: Erich Heckel (1883-1970), Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976), Emil Nolde (1867-1956), Max Pechstein (1881-1955) und Otto Mueller (1898-1979) sind mit Zeichnungen, Holzschnitten, Radierungen und Lithographien aus unserem reichen Bestand vertreten.
 
Thematisch erstreckte sich die Palette vor allem auf die Darstellung des Menschen: Diese ist vom Naturvorbild gelöst und erscheint in spontaner, vereinfachter, die Fläche betonender Weise. Der Verzicht auf Proportionen und Perspektive widerspricht der eigentlichen akademischen Tradition. So entstanden emotionale, „expressionistische“ Werke, die den Menschen hauptsächlich in der Großstadt (Straßen- und Varietészenen) aber auch in der Natur (Akt, Badende) zeigen.
 
Insbesondere in der Graphik, geprägt von Vorbildern wie Paul Gauguin oder Edvard Munch, dienten leuchtende Farben wie auch grob geschnittene Holzstöcke in plakativem Schwarz-Weiß den Künstlern dazu, ihren Gefühlen und Leidenschaften unmittelbar Ausdruck zu verleihen. Seit 1911 wird dies mit dem Begriff „Expressionismus“ sowohl in der Kunst aber auch gleichbedeutend in der Literatur umschrieben.
 

Erich Heckel, Paar 1910 Farbholzschnitt auf verbräuntem Papier - Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung


Kirchner und die Künstlergemeinschaft Brücke
8. Juni bis 16. September 2018
Staatsgalerie Stuttgart
Konrad-Adenauer-Str. 30-32 - D-70173 Stuttgart
Tel.: 0049 (0)711 470 40 0 - E-Post: info@staatsgalerie.de

Öffnungszeiten
Di bis So 10 - 18 Uhr - Donnerstag 10 - 20 Uhr
montags geschlossen