Ein gro├čer Roman

(Ausschnitt)

von Erwin Grosche

Foto © Frank Becker
Ein großer Roman
(Ausschnitt)

„Er kannte die Frau nicht. Sie nahm ihn an die Hand. Sie waren eingeteilt worden nach Mann und Frau. Links standen die Männer, rechts die Frauen. Er mußte ein Mann sein, weil er einen Hut trug. Die fremde Frau nahm ihn an die Hand und ging mit ihm über den Rasen. Er hätte gerne etwas gesagt, aber er konnte es nicht. Alles war ihm neu. Er wußte nicht, ob er schon einmal über einen Rasen gegangen war. Er hatte gelesen, das Rasen Leben gefährden konnte. Konnte dieser Rasen gefährlich sein? Es war alles anders, als er gedacht hatte. Eine andere Frau machte plötzlich Zeichen, daß sie wieder auf den Weg kommen sollen. Er wußte nicht, wo sie waren. War das der Weg? Er war völlig hilflos und brauchte nicht stark zu sein. Er war froh, daß die Frau an seiner Seite eine Frau war.“



© Erwin Grosche