Kuhles fragt – Grosche erzählt
Til Kuhles – „Der Kleindarsteller“
Kuhles fragt – Grosche erzählt
Aus dem aufreibenden Leben eines Kleindarstellers
„Man wäre erstaunt, wie viel von all dem, was hier beschrieben wird, wahr ist.
Es geht in dem Buch aber nie um den Wahrheitsgehalt. Es ist eine Würdigung
aller Filmemacher und besonders ein Dankeschön an alle Kleindarsteller und
Statisten, die so unermüdlich Großes leisten und darauf warten, daß einer
„Und bitte!“ ruft und sie loslegen dürfen.“
Erwin Grosche
Niemand kennt Paderborn besser als er – und die Paderborner kennen keinen Besseren als ihn (und lieben ihn mehr als andere): Erwin Grosche, der den Padermann erschaffen, das Spülschwämmchen-Wunder entdeckt und die Peter Sloterdijk Entspannungstasche erfunden hat. Erwin Grosche ist der Mann, der dem Tiger die Stirn bietet, der noch weiß, was Tri Top ist und den man freundlich grüßt, wenn er an einem Ausschank-Stehtisch genüßlich seinen heißen schwarzen Kaffee schlürft, auch wenn es Eduscho nicht mehr gibt. Dazu gehört zur schmelzenden Abrundung ein Stück Vollmilchschokolade.
Die einen kennen ihn vom Spaziergang mit Hund Milik im Haxtergrund, andere von der Bühne des Amalthea-Theaters, und viele weitere als humorvollen Stadtführer durch die Domstadt an der Pader.
Zahllose Leser in Nah und Fern kennen Erwin Grosche als Autor so wundervoller Bücher wie u.v.a. „Lob der Provinz“, „Der tierische Struwwelpeter“, „Das Weltlexikon 1 + 2“, „Kurze Strecken gehen Vögel auch zu Fuß“, „Monster Monster“, „Die Weltenlauscher“, „Das ist nicht so …“ und „Grosches Gedanken“. Dazu kommen viele herrliche Kinderbücher, Kinder- und Erwachsenen-CDs und zahlreiche Filme wie „Der Tortentester“, „VERZEIH! – Der große Entschuldigungsfilm“, „Der Eisgenußverstärker“ oder „Warmduscher-Report“ (auch nur eine kleine Auswahl).
Und regelmäßig lesen Tausende in den Musenblättern seine berühmten Einfranksätze, Kurzgeschichten und philosophischen Betrachtungen. Neu hinzugekommen ist jüngst seine eloquente Literaturkolumne: „Meine Lieblingsbücher“. Erwin Grosche ist ein vielfältiger kluger literarischer und feuilletonistischer Tausendsassa. Wobei ich den Ursprung seines umfangreichen Schaffens noch gar nicht erwähnt habe: die Schauspielerei, seine Fernsehauftritte und das poetische Kabarett. Über Letzteres haben die Musenblätter in der Vergangenheit so viel berichtet, daß wir hier nicht viel dazu sagen müssen.
Doch über Erwin Grosches Arbeit für Film und Fernsehen wäre noch einiges zu sagen. Das tut in wunderbarer Ausführlichkeit und reich aus privaten und öffentlichen Archiven bebildert in seinem Buch „Der Kleindarsteller“ der Deutschlehrer und Autor Til Kuhles. In umfangreicher Recherche und vielen Gesprächen mit Erwin Grosche hat er ein herrliches Kompendium der Auftritte Erwin Grosches vor der Kamera (und im Rundfunk) zusammengestellt, das einen Bogen von „Stadt Land Fluß“ (1982) über „Blinde Leidenschaft“ (1987), Hühnerfieber (1991) und „Paulines Traumbuch 1-4“ (2006-2009) bis zum „Tortentester“ (2021) spannt.
Das ist höchst lebendige, unterhaltsame Lektüre mit O-Tönen und manchem Blick in die Empfindungen Erwin Grosches, vielen Begegnungen mit bekannten und weniger bekannten Schauspielern und spannenden Einblicken in die harte Filmarbeit.
Til Kuhles – „Der Kleindarsteller“
Mit einem Vorwort von Wolfgang Dresler
© 2026 Verlag Akademie der Abenteuer, 269 Seiten, broschiert, sehr viele rare Fotos, mit einer auszugsweisen Liste der Produktionen für Fernsehen, Rundfunk und Leinwand – ISBN 978-3-95461-227-7 24,99 €
Weitere Informationen: www.verlag-akademie-der-abenteuer.de
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