Norma Jean
Jens Feuerriegel – „Monkey“
Norma Jean
Beste Unterhaltung – zurück in die 70er
Ein spannender Roman zur guten Unterhaltung, der mit „Urban Legends“ spielt, in dem FBI, CIA, Mafiosi und Exil-Kubaner vorkommen und der nie vom Gas geht, braucht einen Anfang der mit Sogkraft packt, Charaktere, die neugierig machen, einen wortgewandten Erzähler mit untergründigem, bissigem Humor, eine wendungsreiche Handlung und immer wieder Teaser bis zur Schlußpointe. All das hat Jens Feuerriegels herrlich verrückter, actionreicher zweiter Roman „Monkey“.
Jetzt bräuchte ich eigentlich nicht mehr dazu zu sagen, denn das müßte Liebhaber spannender Unterhaltungsliteratur eigentlich schon zur Lektüre anregen. Doch so möchte ich Sie nicht in der Luft hängen lassen.
1975. Der Schriftsteller Milton Grower hat sich nach dem großen Erfolg seines Erstlings „Homerun“, der visionär das Scheitern des US-Militärs in Vietnam vorausgesehen und zum unter den Nägeln brennenden Thema gemacht hat, ein Haus im Außenbereich des eher kleinstädtischen Flagstaff / Arizona, zugelegt, um dort in Ruhe an einem zweiten Roman zu arbeiten. Nebenbei unterrichtet er an der Universität von Flagstaff Literatur, um etwas Abwechslung zu haben. Schon länger beschäftigen ihn die Gerüchte um den mysteriösen Tod der Kino-Legende Marilyn Monroe im Jahr 1962 und um das die Weltgeschichte verändernden Attentats auf den charismatischen Präsidenten John F. Kennedy 1963.
Als er seine neuen Nachbarn in Flagstaff, Melody Amber und Carl Sandfort kennenlernt und ihm im Laufe der Zeit Merkwürdigkeiten an ihrem Tagesablauf und ihren Besuchern auffallen, fügen sich scheinbar immer mehr Fakten zusammen, die einen wunderbaren Romanstoff hergeben. Milton ist überzeugt, daß es sich bei dem sympathischen und offenen Paar tatsächlich um die für tot erklärten Marilyn Monroe und John F. Kennedy handelt. Waren ihre Todesfälle 1962 und 1963 inszeniert, um die beiden mit neuen Identitäten in Sicherheit zu bringen? Denn beide, Monroe und Kennedy, wußten zu viel über die Machenschaften des Mafia-Zweiges von Sam Giancana, der Fernfahrergewerkschaft Teamsters unter Jimmy Hoffa und des Auslandsgeheimdiensts CIA. Grower begibt sich mit seiner Flamme, der Studentin Cindy Weller auf eine Spurensuche, die ihn u.a. nach Mexiko, Los Angeles und Las Vegas führt und ihn in höchst brenzlige, ja lebensbedrohliche Situationen bringt, denen er nur mit Glück und schlimmen Blessuren entkommt, denn weder die Mobster noch die Geheimdienstler oder die Kubaner sind zimperlich.
Ein Roman, den man förmlich verschlingt – beste Unterhaltung mit Rätseln und Verrat, mit bösen Buben und einer gelungenen Schlußpointe.
Jens Feuerriegel – „Monkey“
© 2026 Golkonda Verlag, 280 Seiten, Klappenbroschur - ISBN 9783965090811
22,- €
Weitere Informationen: www.golkonda-verlag.com
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