Tenor Alexandru Ionitza

von Andreas Rehnolt

Foto © Hans Joerg Michel
Oper am Rhein trauert
um Tenor Alexandru Ionitza


Düsseldorf - Die Deutsche Oper am Rhein trauert um das langjährige Ensemblemitglied Alexandru Ionitza. Der in Rumänien geborene Tenor verstarb am 2. Januar im Alter von 61 Jahren, wie eine Sprecherin der Oper gestern mitteilte. Ionitza sammelte frühe Bühnenerfahrungen in seiner Heimat, bevor er erste Engagements in Deutschland an den Städtischen Bühnen Münster und am Staatstheater am Gärtnerplatz München erhielt. Grischa Barfuss engagierte ihn dann 1984 an die Deutsche Oper am Rhein, wo er als Henry Morosus in Richard Strauss’ komischer Oper "Die schweigsame Frau" seine erste künstlerische Visitenkarte hinterließ.
 
In den folgenden Jahren seines ersten Festengagements bis 1996 feierte er in Düsseldorf weitere Erfolge etwa als Hoffmann in Offenbachs "Hoffmanns Erzählungen" und als Des Grieux in Massenets "Manon". Gastspiele führten ihn an die Deutsche Oper Berlin, an die Staats- und die Volksoper Wien, nach Basel, Amsterdam, Italien, Polen, Bulgarien, Finnland, China und in die Vereinigten Staaten. 
 
1999 kehrte der Sänger dann als Ensemblemitglied an die Deutsche Oper am Rhein zurück. Mit zahlreichen Opern- und Operettenpartien bewies er seine künstlerischen Stärken im lyrischen Tenorfach und als Spieltenor. Unvergessen wird er in seinen zuletzt gesungenen Partien als Menelaos in Offenbachs "Die schöne Helena" und als Iro in Monteverdis "Il’ritorno d’Ulisse in patria" bleiben. Seine reichen künstlerischen Erfahrungen vermittelte Ionitza  auch als Stimmbildner und Lehrbeauftragter für Gesang an der Robert-Schumann-Hochschule in der NRW-Landeshauptstadt. "Die Mitarbeiter der Oper werden die freundliche, warmherzige und kollegiale Art Alexandru Ionitzas vermissen," hieß es gestern seitens des Theaters.

Redaktion: Frank Becker