Aids Gala 2013

Spitzenk├╝nstler brillierten f├╝r den guten Zweck

von Peter Bilsing/Andreas Rehnolt

Foto © Paul Esser

Aids Gala
Internationale Spitzenkünstler brillierten für den guten Zweck
Rheinoper Düsseldorf am 16.3.13
 
 
„Ein fröhlich Werk ist der Gesang; er verlangt Frieden der Seele für sich“ (Ovid)
„Ein Leben ohne Feste ist ein weiter Weg ohne Wirtshäuser“ (Demokrit)
 
Düsseldorf. (Peter Bilsing) Unter der warmherzigen Schirmherrschaft des Düsseldorfer Oberbürgermeisters Dirk Elbers beeindruckten am vergangenen Samstag bei der „4. Festlichen Operngala für die Deutsche Aids-Stiftung“ zehn internationale, renommierte Künstler gemeinsam mit den Duisburger Philharmonikern - Leitung GMD Axel Kober - ein fachkundiges Düsseldorfer Opernpublikum nachhaltig - große Stimmen ohne Ausnahme!
 
VIPs und NIPs
 
Das Publikum war schon beim Eintritt in VIPs und NIPs unterteilt worden. (VIP = Very Important Person -NIP = Not Important Person). VIPs, so signalisierten Schilder, welche von großgewachsenen Burschen im Eingansbereich hochgehalten wurden, sollten ausschließlich den linken Aufgang nehmen. Für den größeren Teil der Besucher, nämlich die NIPs, wurde es auf dem rechten Aufgang dann schon etwas eng. Dankenswerterweise wurde während des Konzerts (also im Auditorium) keine weitere Trennung vorgenommen (man hätte ja ohne große Probleme den Ersten Rang z.B. separieren können...) so daß beide Gruppen ohne Berührungsängste diesen herrlichen Opernabend mit viel Akklamation genießen durften.
 
Internationales Ensemble
 
Neben Dmitri Vargin (Mitglied der Deutschen Oper am Rhein) waren dies: Lado Ataneli (an den sich viele Opernfreunde noch gut erinnerten, da er einst seine Weltkarriere in Düsseldorfs Nachbarstadt Krefeld begann), Atalla Ayan (Stuttgarter Staatsoper), Jean-François Borras (u.a. Pariser Oper) , Mario Cdaßi & Alisa Kolosova (u.a. Wiener Staatsoper), Olga Peretyatko (u.a. Mailänder Scala), Anna Stéphany (Opernhaus Zürich) , Pretty Yende (u.a. DO Berlin) und Sonya Yoncheva (u.a. London Covent Garden).
Die künstlerische Gesamtleitung hatte Dr. Alard von Rohr. Moderation: Holger Wemhoff (Klassikradio). Selbstverständlich verzichteten alle Künstler auf ihre Abendgagen – womit ein Reinerlös aus den Kartenverkäufen von rund 145.000 Euro bilanziert wurde.
Man gab ein wirklich fabelhaftes, sehr anspruchsvolles Programm, welches nicht nur mit den üblichen Opernhighlights glänzte. Von der durchweg guten Sängerschar muß ich einfach den kommenden Superstar der Operwelt herausheben (Nomen est Omen!):
 
Pretty Yende
 
Sie ist der neue Stern am internationalen Opernhimmel – fast schon eine Super-Nova! Man wird sie in den nächsten Jahren an allen großen Opernhäusern dieser Welt bejubeln, wie es die Besucher der MET oder der SCALA schon taten. An der Wiener Volksoper sprang sie erst kürzlich kurzfristig für Weltstar Celia Bartoli ein und erntete einen Jubelsturm, wie ihn das alte ehrwürdige Haus am Ring seit Pavarotti-Zeiten nicht mehr erlebt hatte. Es ist ihr eine Weltkarriere ähnlich der von Anna Netrebko zu prognostizieren.


Foto © Paul Esser

Verköstigung
 
Eine Verköstigung der NIPs gab es eigentlich nicht, so mokierten sich doch nicht wenige meiner Sitznachbarn über die Tatsache, daß sie für ihre 175 Euro Eintritt nur eine weiche Brezel und ein rötliches Blubbergetränk (was, ich muß es gestehen, irgendwie nach Aldi-Erbeersekt aussah) kredenzt bekamen, während die Edlen sich an von Daimler-Benz gespendeten Delikatessen delektieren konnten. Na, der übliche Neid gegenüber den Besserverdienenden halt – wir kennen das mittlerweile in Deutschland... Und wer sich die Ehre gibt, 500 Euro für eine Karte zu zahlen, der sollte doch auch entsprechend qualitativ gesättigt werden. Leider ließ man mich nicht durch die Absperrung hinter die Abschirmung - trotz Presseausweises und edelstem Zwirn incl. Jopi-Heesters-Seidenschal.
Der Herausgeber des mit immerhin rund 1,6 Millionen Clicks meistgelesenen Opernportals in Deutschland, zählt also nicht zu den Edlen, Wichtigen und Auserwählten, sondern läuft unter „Plebs“ – das beruhigt und hält uns bodenständig entsprechend unseren Unabhängigkeits-Statuten. Die Kritiker des OPERNFREUNDs lassen sich ja bekanntlich weder bezahlen noch durch Unterbringung in Luxusherbergen beeinflussen – selbst Spenden von Künstlern nimmt unsere Redaktion, im Gegensatz zu anderen Blättern, nicht an.
Immerhin weinte der Intendant der Rheinoper ausgesprochen em- und sympathisch hungrig mit mir. Wir teilten uns brüderlich in der Pause eine trockene Brezel – er zählte auch nicht zu den VIPs. Notabene: Aber jetzt unter uns, liebe Leser, reden wir tacheles: Ich kann das verstehen, hat man doch gerade Mercedes (entgegen alle Absprachen) den Formel-Eins-Etat um schlappe 40 Millionen erhöht. Als alter F1-Fan finde ich das erheblich wichtiger als eine Edelfrikadelle mit Blattgold, ggf. noch vom Pferd.
 
Sponsoren
 
Die charmante Geschäftsführerin des renommierten Düsseldorfer Kö-Juweliers BUCHERER, Julia Piras, überreichte einen großzügigen Scheck des Hauses über 40.000 Euro – darüber hinaus trugen die Künstler edles Geschmeide von eben diesem Haus – allerdings waren die „Diamonds“ natürlich nicht „forever“ – was bestimmt viele der Stars ernsthaft bedauerten… DAIMLER BENZ spendete großvolumige Geländewagen, Luxuslimousinen (Daimler Fahrdienst incl. Chauffeur), womit viele VIPs bis zum roten Teppich vorgefahren wurden, und das schon angesprochene exklusive Edel-Buffet.
 
Insgesamt gesehen ein großer Abend für die Deutsche Oper am Rhein und die Aids-Stiftung.
 
Peter Bilsing / 18.3.
Bilder: Paul Esser
 
 
Über 145.000 Euro Erlös bei Festlicher Operngala für Deutsche AIDS-Stiftung

Düsseldorf/Duisburg/Bonn. (Andreas Rehnolt) Die 4. Festliche Operngala im Düsseldorfer Opernhaus zugunsten der Deutschen Aids-Stiftung hat am Samstagabend mehr als 145.000 Euro erbracht. Die Summe nannte am Sonntag eine Sprecherin der Rheinoper in der NRW- Landeshauptstadt.  Die Deutsche Aids-Stiftung unterstützt mir dem Geld sowohl bedürftige Menschen mit HIV und Aisa in Düsseldorf und NRW als auch im südlichen Afrika, um die Mutter-Kind- Übertragung des HI-Virus von infizierten schwangeren Frauen auf ihre Babys zu verhindern.

Der Abend im ausverkauften Opernhaus Düsseldorf war nicht nur ein finanzieller Erfolg.  Zehn internationale Opernstars brillierten gemeinsam mit den Duisburger Philharmonikern unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober. Neben Dmitri Vargin, Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein, genossen die Besucher die Stimmen der international gefragten Sängerinnen und Sänger Lado Ataneli, Atalla Ayan, Jean-François Borras, Mario Cassi, Alisa Kolosova, Olga Peretyatko, Anna Stéphany, Pretty Yende und Sonya Yoncheva.

Alle beteiligten Künstler stellten ihr Können in den Dienst der guten Sache und traten ohne Gage zugunsten der Deutschen Aids-Stiftung auf. Als größte Aids-Hilfsorganisation in Deutschland bezieht die Stiftung keine staatlichen Hilfen, sondern ist auf Spenden und Einnahmen aus Benefizveranstaltungen angewiesen.

Internet: www.aids-stiftung.de  oder www.operamrhein.de