Machen Frauen wirklich gl├╝cklich?

Thomas Reis am 11.1.08 in der Kattwinkelschen Fabrik

von Achim Stollberg

Foto: Veranstalter

Thomas Reis

Machen Frauen wirklich glücklich?

 

Frauen sind aus unserem täglichen Leben kaum noch wegzudenken. Sie gebären, erziehen, erregen, benoten und regieren uns. Aber: Machen Frauen wirklich glücklich? Und wenn ja, wen? Ist es überhaupt die Bestimmung der Frau glücklich zu machen? Machen Frauen wirklich glücklich? Für viele kommt diese Frage sicher zu spät. Umso dringender, dass das endlich mal geklärt wird. Sonst stehen wieder Generationen von Verklärten vor den Traualtären, schwören sich: „Bis dass der Tod uns scheidet“ und warten dann vergebens. Thomas Reis, Deutschlands scharfzüngiger und viel gepriesener Wortakrobat, hat bereits mit seinem Erfolgsprogramm „Gibt’s ein Leben über 40?“ dem wachsenden Heer von Best-Agern bissig und humorvoll gezeigt, wo es für sie langgeht. Auch zum Thema seiner neuen Produktion „Machen Frauen wirklich glücklich?“ hat er jede Menge eigener Erfahrungen gesammelt. Ob als Mamas Liebling, Jungverliebter, Ehemann, Geschiedener oder Langzeitverbandelter mit Kind: keine Facette des anderen Geschlechts, die er nicht erlebt hätte. Und jetzt auch eine Frau an der Regierungsspitze! Jede Menge Rätsel stellten sich ihm. Manche konnte er lösen, doch viele Fragen bleiben offen. Begleiten Sie Thomas Reis auf seiner Suche nach Antworten. Rund 500 Vorstellungen und zahlreiche Hörfunk- und Fernsehauftritte beweisen, dass Thomas Reis mit seinem Erfolgsprogramm „Gibt’s ein Leben über 40?“ am Puls der Zeit war. Ein Grund dafür ist sicherlich die ständige Aktualisierung des Programms und sein Faible für politische Seitenhiebe, die er gekonnt austeilt. Unterstützt wird er auch bei der neuen Produktion „Machen Frauen wirklich glücklich?“ wieder von seinem Regisseur Joe Knipp, der bereits „Gibt’s ein Leben über 40?“ inszenierte. Als eine »bizarre Mischung aus Kafka, Heine und Gene Kelly« beschrieb die ZEIT Thomas Reis, der schon als Schüler mit dem Kabarett begann. Mehr als zehn Literatur-, Kleinkunst- und Kulturpreise heimste er bisher ein, u. a. den Gaul von Niedersachsen. Nebenher lieferte Reis seine satirischen TV-Beiträge an die Fernsehsender der Republik. Allein beim NDR war er mit seinem kabarettistischen Wochen-Rückblick über hundertmal präsent. “Machen Frauen wirklich glücklich?“ hatte im Mai 2007 Premiere. Viel Spaß, das ist ein Befehl!

Eintritt Vorverkauf 12 Euro · Eintritt 15 Euro
Einlass 19:00 Uhr
Beginn 20:00 Uhr
Freitag · 11.01.2008


Das sagt die Presse zur Premiere in Freiburg am 09.05.2007
von Marion Klötzer in der Badischen Zeitung:

Souverän am Abgrund

Der Kabarettist Thomas Reis im Freiburger Vorderhaus


Foto: Veranstalter

 "Mit einem Kabarettprogramm unter dem naiv-dreisten Motto "Machen Frauen wirklich glücklich?" macht man sich nicht unbedingt Freundinnen, erwarten doch nicht nur erfahrene Altfeministinnen hier Comedy-übliche Abgeschmacktheiten samt ausgetretenen Klischees. Im übelsten Falle auch noch garniert mit klebrigen Zoten. All dies gibt es in ironisierter, weil subtil gebrochener Form auch hier. Doch Thomas Reis ist ein brillanter Denker und Spieler, und so reißt er per unglaublicher Wortakrobatik das Kind noch im Verschütten aus dem Bade (Regie: Joe Knipp). Wie er das tut, immer souverän am Abgrund der Schmierenkomödie entlang tänzelnd, wie er dabei seinen schrägen Figuren warmherzig, aber unerbittlich analytisch in die krausen Herzen und Hirne schaut, das lässt sich jetzt noch nestwarm erleben! Denn der vielfache Wahl-Kölner Kleinkunstpreisträger stammt ursprünglich aus Kirchzarten und wählte jetzt aus Verbundenheit das Freiburger Vorderhaus als Premierenort.
Nach seinem vorigen Erfolgsprogramm mit dem Titel "Gibt's ein Leben über 40?", das er seit 2003 landauf, landab rund 500-mal auf die Bühne brachte, ist der Erwartungsdruck freilich immens. Doch Thomas Reis ist nach mehr als 20 Jahren Bühnenerfahrung offensichtlich Profi genug, um nun auch diese Klippe mit Bravour zu meistern.

Und so nimmt einen dieser ausgekochte Spitzzüngler, dieser anarchische Philosoph und Querdenker, mit in die widersprüchlichen und bizarren Niederungen des Alltags: Eben schnauzt er noch als Hundebesitzer Hasso über die Nachteile des Weibes (". . . hat weder Schutz- noch Wachfunktion" ), schon mutiert er zur hysterische Eva Herman ("Bring endlich das Balg zum Schweigen, ich kann so nicht schreiben!" ) oder zum sabbelnden Reich-Ranitzki ("Märchen — allesamt versaute Männerliteratur! Ich sag nur: Knüppel aus dem Sack . . . " ). Doch ob als weibliche Bauchmenschen oder männliche Schwanzfüßler, ob als Weichei, Macho, Dumpfbacke oder Fundamentalist — als eine Art multiple Persönlichkeit karikiert Reis gnadenlos, immer aber facettenreich und feinsinnig. So wuchert im Laufe dieses Abends um das in knackige Sentenzen gegossene Kompendium des Weibes (von "Frau und Auto" bis "Frau und Religion" ) ein fast undurchdringliches Labyrinth gedanklicher Um- und Abwege, ein dicht gewebtes, flirrendes Assoziationsdickicht voller Wahrheiten und Spinnereien. Am Ende werden selbst Skeptikerinnen unsicher: Ist das gar ein Feminist im Wolfspelz?"

Kattwinkelsche Fabrik
Kattwinkelstr. 3
42929 Wermelskirchen

Tel. 02196-7240-0