Nizza Thobi & Ensemble

J├╝dische Lieder

Eine musikalische Reise von Wilna nach Jerusalem

Nizza Thobi mit Jehuda Amichai - Foto: Veranstalter
Nizza Thobi  & Ensemble


Freitag, 14.11.2008
Kempten
Fürstensaal der Residenz, um 20 Uhr
 Samstag, 15.11.2008 Bayreuth
Stadthalle, Kleines Haus, um 20 Uhr
 Samstag, 22.11.2008 Würzburg
Luisengarten, um 20 Uhr
 
 


 

Jüdische Lieder mit politischem Anspruch – Eine musikalische Reise
von Wilna nach Jerusalem
 
Ein kleines Persönchen mit großen dunklen Augen und kohlrabenschwarzem Haar - und einer riesigen Chansonstimme, das ist Nizza Thobi. Im evangelischen Gemeindesaal in Landsberg, im Rahmen der jüdischen Tage, steht sie barfuß vor dem Publikum, hat schnell Kontakt hergestellt und beschert ihm einen ergreifenden Abend. „Jiddisch is gor nischt asoj schwer“ heißt ihr Programm, mit dem sie die Zuhörer auf eine Reise von Wilna in Litauen nach Jerusalem in Israel mitnimmt. Nizza Thobi pflastert die Reiseroute mit Fotodokumenten aus den letzten hundert Jahren und kann jeweils sehr viel dazu erzählen. Unterwegs trifft sie bekannte jüdische Schriftsteller, Poeten, Maler. Sie kennt ihre Schicksale, deckt Querverbindungen auf. Vor allem aber hat sie deren Gedichte vertont und singt.
 
Begleitet wird sie von Petra Amasreiter (Violine), die ziemlich perfekt den harten Strich führt, wie er bei Klezmer-Musik üblich ist. Am Flügel sitzt Peter Wegele, begnadeter Arrangeur von Nizza Thobis Musikstücken. Sie singt von der „Kleinen Ruth“ (Jehuda Amichai), die nicht emigrieren kann und in einem Konzentrationslager umkommt, weil sie bei einem Unfall ein Bein verloren hat. Sie stimmt mit „Papierene Kinder“ das Klagelied einer Mutter an, die ihren ausgewanderten Nachwuchs nur noch von Fotografien kennt. Sie singt „Geto“ (Kasriel Broydo) und beschreibt damit das Leben im Wilnaer Ghetto. Ihre Botschaft ist, daß es immer Hoffnung gibt, mag die Situation noch so ausweglos sein. Und wenn alle Stricke reißen, wie beim Kutscher, der sein ganzes Hab und Gut vertrinkt: „Gott ist allmächtig“.

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