Andreas Steffens - Den Krieg denken

Vortrag zum UNESCO Welttag der Philosophie 2025

Red.

Dr. Andreas Steffens - Foto © Frank Becker
UNESCO Welttag der Philosophie 2025
 
Vor zehn Jahren von dem Philosophen Andreas Steffens initiiert, beteiligt die Evangelische City-Kirche Elberfeld sich auch in diesem Jahr am Welttag der Philosophie, den die UNESCO am dritten Donnerstag im November eines jeden Jahres als Forum zum grundsätzlichen Bedenken drängender Fragen der Zeit begeht.
 

Andreas Steffens
 
Den Krieg denken
 
An allem menschlichen Geschehen ist Denken beteiligt. Das gilt sogar für das, was für das Unmenschliche schlechthin gehalten wird, den Krieg. Bevor er geführt wird, denken ihn die Strategen der Generalstäbe, rechtfertigen ihn die Politiker mit ihren Ideologien; nachdem er stattfand, erklären ihn die Historiker, beklagen ihn die Überlebenden. Und verkünden das „Nie wieder!“. Bis aus einer Nachkriegs- wieder eine Vorkriegszeit geworden ist.
Wenig wird dagegen bedacht, warum es Krieg überhaupt gibt. Warum ist die gegenseitige Tötung von Menschen das perpetuum mobile unserer Gattungsgeschichte?
Dieser Frage geht Andreas Steffens in seinem diesjährigen Beitrag zum UNESCO Welttag der Philosophie nach. Sie ist eine der größten Herausforderungen des Denkens, und die gegenwärtig wichtigste einer Philosophie, die es sich zur Aufgabe macht, „ihre Zeit in Gedanken zu fassen“.
 
 
Andreas Steffens, Philosoph und Schriftsteller; 1995-2005 Privatdozent für Philosophie an der Universität Kassel; Autor zahlreicher Bücher und Studien zur Anthropologie und Ästhetik; seit 2019 betreibt er den Philosophie-Salon Zeit zu denken im Wuppertaler No. 10 Kultursalon. Zu seinen wichtigen Büchern gehören: Philosophie des 20. Jahrhunderts oder Die Wiederkehr des Menschen (1999), Ontoanthropologie. Vom Unverfügbaren und seinen Spuren (2010), Auf Umwegen. Nach Hans Blumenberg denken (2021), Das Verhängnis Identität oder Der Zwang, etwas zu sein (2022); zuletzt erschien: Landgänge. Mensch und Meer. Mit seinen Aphorismen-Büchern Petits Fours (2009) und Aufgehoben (2021) gehört er zu den renommiertesten deutschen Vertretern der kleinsten literarischen Gattung. Aktuelle Essays erscheinen auf www.faust-kultur.de .
 
20. November 2025
Evangelische City-Kirche, Kirchplatz 2, 42103 Wuppertal
19 Uhr
Eintritt gegen Spende frei