Jörg Isermeyer erhält diesjährigen Gustav-Heinemann-Friedenspreis

Sein Roman „Egal war gestern“ wird prämiert

von Andreas Rehnolt/Bec
Jörg Isermeyer erhält diesjährigen 
Gustav-Heinemann-Friedenspreis
der NRW-Landesregierung
 
Der Jugendbuch-Autor Jörg Isermeyer erhält in diesem Jahr den mit 10.000 Euro dotierten diesjährigen Gustav-Heinmann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher der Landesregierung NRW. Isermeyer wird die angesehene Auszeichnung von NRW-Kulturministerin Ina Brandes am kommenden Montag in Bielefeld für seinen Jugendroman „Egal war gestern“ überreicht. Der Roman, der im unabhängigen Peter Hammer Verlag in Wuppertal erschienen ist, erzählt aus der Schüler-Perspektive, was passieren kann, wenn man mit Social-Media-Videos berühmt werden möchte – aber im Netz mit Haß und Hetze konfrontiert wird.
 
„Alle in der Schule kennen Finn und Lennard wegen der witzigen Videos, die sie auf ihrem Social-Media-Kanal posten. Die beiden checken akribisch ihre Clicks und Follower und träumen davon, berühmt zu werden. Alles läuft super, bis sie einen Deal mit Sam machen, einer Schülerin, deren Eltern aus Angola stammen. Der Plan, sich gegenseiteig zu pushen und die Reichweiten zu erhöhen, funktioniert sofort - doch ganz anders, als Finn es erwartet hat: Urplötzlich bricht ein Shitstorm über seinen Account herein. Haßkommentare statt Lach-Emojis. Einzig und allein, weil er Posts von Sam geliked hat. Gleichzeitig registriert Finns Vater, Lehrer an der Schule seines Sohnes, wie rassistische, antidemokratische Äußerungen salonfähig werden. Nicht nur im Klassenchat, auch in der Stadt, in der gerade ein rechtspopulistischer Kandidat für das Bürgeramt kandidiert. Als er die Situation in einem Brandbrief beklagt, steht er plötzlich selbst am Pranger. Und mit ihm Finn.“ (Klappentext)
 
Isermeyer gestaltet seine Erzählung laut Jury „lebensnah und anschaulich und lädt so in hohem Maße zur Identifikation ein.“ Bei der feierlichen Preisverleihung wird laut Ministerium Isermeyer sein Werk vorstellen und im Gespräch über die Entstehung und Hintergründe seines Romans berichten. Das musikalische Rahmenprogramm übernehmen in der Wissenswerkstatt Bielefeld (11-13 Uhr) Schülerinnen und Schüler der Musik- und Kunstschule Bielefeld.  
 
Der Gustav-Heinemann-Friedenspreis zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen für deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur. Für den Preis wird jährlich ein Buch ausgewählt, das junge Leserinnen und Leser ermutigt, sich für Menschenrechte, für zivile Formen der Konfliktbewältigung, für Toleranz und gegen Gewalt zu engagieren. Die Ehrung erinnert an das friedenspolitische Engagement des ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann (1899-1976). Die Preisvergabe findet in diesem Jahr zum 42. Mal statt. Der Preis wird seit 1982 vergeben. 
 
 
Ausführliche Information zum Preis finden Sie hier»

Weitere Informationen: https://www.peter-hammer-verlag.de