Un Poeta

Ein Film von Simón Mesa Soto - Kinostart: 12. März 2026

Red.
Un Poeta
Ein Film von Simón Mesa Soto
Kinostart: 12. März 2026 
 
Mit: Ubeimar Rios, Rebeca Andrade, Guillermo Cardona, 
Humberto Restrepo, Alisson Correa 
 
CO / D / SE| 2025 | 123 Minuten
Sprache: Spanisch mit deutschen Untertiteln 
 
 jip film & verleih freut sich, den offiziellen Kinostart von Simón Mesa Sotos (AMPARO) neuem Spielfilm UN POETA bekanntzugeben. Der Film feierte seine Weltpremiere bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, wo er den Jurypreis Un Certain Regard erhielt, und wurde als offizieller kolumbianischer Beitrag für den Besten Internationalen Film bei den 98. Academy Awards® nominiert. Seitdem begeistert er auf Festivals weltweit, darunter Toronto, Melbourne, München, San Sebastián, Santiago, Neuseeland und Köln, und wurde mehrfach ausgezeichnet. Die preisgekrönte Tragikomödie startet am 12. März bundesweit in den Kinos.
 
Oscar Restrepo (Ubeimar Rios in seiner ersten Rolle), einst eine vielversprechende Stimme der kolumbianischen Literatur und Bewunderer des Dichters José Asunción Silva, ist heute ein verbitterter, trinkender Ex-Poet, der bei seiner Mutter lebt und das Vertrauen seiner Tochter verloren hat. Obwohl er nicht mehr schreibt, hält er im örtlichen Dichterkreis noch große Reden über das Leiden als Quelle der Kunst. Als eine talentierte Schülerin aus einfachen Verhältnissen ihm sagt, dass sie nicht aus Schmerz heraus schreibt, gerät seine selbstzerstörerische Haltung ins Wanken. Oscar versucht, ihr Talent zu fördern und seine eigenen Fehler wiedergutzumachen – doch seine Bemühungen führen zu neuen Konflikten.
 
Mit düsterem Humor und in rauhen 16mm-Bildern erzählt Simón Mesa Sotos zweiter Spielfilm von verletzten Egos, falschen Vorstellungen über Kunst und der schwierigen Grenze zwischen Beobachtung und Ausbeutung. Oscar Restrepo wird dabei zum tragikomischen Zentrum einer Geschichte, in der niemand unversehrt bleibt.
 
Kurzsynopsis: 
Oscars Restrepos Besessenheit von der Poesie hat ihm bislang keinen Ruhm gebracht. Er ist zum lebenden Klischee des erfolglosen Dichters geworden, launisch, oft betrunken und ständig pleite. Als er Yurlady begegnet – ein Teenager aus der sozialen Unterschicht mit erstaunlichem Talent – keimt ein Funken Licht in seinem Schattendasein auf. Seine Idee, sie beim Poesiefestival Medellíns vorzustellen, scheint zu seinem nächsten großen Fehltritt zu werden.
 
Hintergrund zum Film:
Ein Film, der unsere Arbeit und unsere Methoden als Filmemacher, als Künstler, als Menschen in der lateinamerikanischen Gesellschaft hinterfragt.  -  Simón Mesa Soto      
"Es ist das persönlichste Projekt, das ich je gemacht habe. Es begann mit einer intimen Frage: Was wäre, wenn ich in der Kunst scheitere? In Kolumbien Filme zu machen, ist unglaublich schwierig, und nach meinem ersten Langfilm habe ich ernsthaft darüber nachgedacht, aufzuhören. Ich stellte mir vor, wie ich mit fünfzig als Lehrer meinen Lebensunterhalt verdiene – was tatsächlich bis heute meine Rechnungen bezahlt – und von idealisierten Erinnerungen an ein früheres Leben in der Kunst zehre. Ich wollte auch Kunst von innen heraus erforschen: was es bedeutet, zu schaffen, welche Begrenzungen sie auferlegt, welche Kompromisse sie verlangt. Der Film entstand aus einer Art Erschöpfung vom Kunstbetrieb und aus dem Wunsch heraus, etwas Freies, Ungeformtes zu machen, mit einem Geist, der fast punkig wirkt. Es war ein Weg, wieder mit dem in Kontakt zu kommen, was Kino einst für mich bedeutete. Statt mich selbst als Filmemacher darzustellen, wählte ich die Figur eines Dichters, weil Dichtersein noch utopischer ist (…) Meine Weigerung, ein veralteter alter Mann zu werden, der den Sinn für Zeit verliert und die sozialen Dilemmata der heutigen Gesellschaft nicht versteht, genau wie diese alten Dichter aus Medellín, die in der Vergangenheit erstarrt sind. Ich wollte eine Tragikomödie machen, eine Satire, um über mich selbst, über den Künstler zu lachen.
 
Ein Film, der von Herzen kommt, persönlich und reif, den ich noch nicht gesehen habe und der die Erzählweisen und die Ästhetik der Filme erweitert, die normalerweise aus dieser Region kommen."
 
Un Poeta  |  Ein Film von Simón Mesa Soto
Buch & Regie: Simón Mesa Soto | Kamera: Juan Sarmiento G. | Montage: Ricardo Saraiva| Produktionsdesign: Camila Agudelo Lalinde Sound Design: Eloisa Arcila | Ton: Ted Krotkiewski | Musik: Trio Ramberget & Matti Bye | Casting: John Bedoya | Kostüm:  Susana Valencia Upegui, Juliana Giraldo Calderón | Make-Up: María Camila Castrillón | Produktion: Ocúltimo, Ma.ja.de Fiction, Momento Film, Film i Väst in Koproduktion mit ZDF/Das kleine Fernsehspiel in Zusammenarbeit mit ARTE | Gefördert von: FDC Proimagenes, Swedish Film Institute  | Verleihförderung: Hessen Film & Medien | Verleih: jip film & verleih
Cast: Ubeimar Rios (Oscar), Rebeca Andrade (Yurlady), Guillermo Cardona (Efrain), Humberto Restrepo (Alonso), Alisson Correa (Daniela)