Theaterpreis des Bundes wird neu ausgerichtet

Kultur-Staatsminister Weimer plädiert für mehr Offenheit

von Andreas Rehnolt
Kultur-Staatsminister Weimer 
richtet Theaterpreis des Bundes neu aus
 
Am 17. April wird im Haus der Berliner Festspiele der Theaterpreis des Bundes verliehen – erstmals in grundlegend neuer Form. Zehn Jahre nach seiner Einführung hat Kultur-Staatsminister Wolfram Weimer den Preis neu ausgerichtet und für alle Theater in Deutschland geöffnet. Damit entfällt erstmals jede institutionelle Zugangsbeschränkung, hieß es am Dienstag aus dem Ministerium in Berlin. Bewerben konnten sich erstmals Theater aller Sparten und Trägerschaften, von Stadt- und Staatstheatern über Privattheater bis hin zu freien Spielstätten, Produktionshäusern und Gastspielbetrieben.
 
Weimer erklärte dazu, mit der Neuausrichtung des Theaterpreises des Bundes öffne man den Blick „auf die ganze Breite der deutschen Theaterszene.“ Der Preis stehe künftig allen Theatern offen, „weil künstlerische Exzellenz nicht von Größe, Trägerschaft oder Spielort abhängt,"“ so der Kultur-Staatsminister weiter. Der Preis des Bundes rücke ins Licht, was die Theater in Deutschland ausmacht: „Vielfalt, Kreativität und die Fähigkeit, demokratische Debatte mit ästhetischer Innovation zu verbinden.“
 
Die Preisverleihung wird 2026 ebenfalls im neuen Format stattfinden und erstmals im Vorfeld des Berliner Theatertreffens veranstaltet. Verliehen werden ein Hauptpreis sowie je eine Auszeichnung in den drei Kategorien Stadt- und Staatstheater, Privattheater und Gastspielhäuser sowie freie Spielstätten und Produktionshäuser. Zusätzlich gibt es einen Hauptpreis. Wesentliche Kriterien für eine Auszeichnung sind neue Ansätze zur künstlerischen Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen, diverse Publik, ökologische und soziale Nachhaltigkeit und technisch-digitale Innovation.
 
Weitere Informationen: www.theaterpreisdesbundes.de