Das Sch├Ątzchen der Nation hat Geburtstag!

Uschi Glas wurde 1968 zur Ikone einer neuen Generation

von Frank Becker

Zur Sache, Schätzchen!
Werner Enke, May Spils und Uschi Glas bei Dreharbeiten
© alpha Filmgesellschaft Peter Schamoni
Ein Schatz wird 65

Als sie 1967/68 in der Peter Schamoni-Produktion "Zur Sache Schätzchen" unter der Regie von May Spils die Barbara spielte, eroberte Uschi Glas (damals 23 Jahre alt) im Handumdrehen die Sympathien nicht nur ihrer Generation, sondern der ganzen Nation. Mit diesem Film wurde ein Schatz, pardon: ein Schätzchen gehoben. An der Seite von Werner Enke und Henry van Lyck verkörperte die bildhübsche, sympathische junge Schauspielerin einen völlig neuen, frischen Typ auf der Kinoleinwand. Sogar ihre subtile Erotik war in ihrer Unaufdringlichkeit neu und ließ die Herzen der männlichen Jugend von 14 bis 40 in verständlicher Schwärmerei erglühen. In den 42 Jahren seither ist Uschi Glas in zahlreichen Fernsehfilmen und Kinoproduktionen aufgetreten - darunter Erfolgsserien wie u.a. "Polizeiinspektion 1" (mit Elmar Wepper, Max Griesser und Walter Sedlmayer), "Unsere schönsten Jahre" und "Zwei Münchner in Hamburg" (hier übrigens jeweils auch mit Elmar Wepper) und vielen, vielen anderen mehr.

Ihr jedoch unbestritten erfolgreichster Film ist "Zur Sache Schätzchen" geblieben - ausgezeichnet mit dem Prädikat "Wertvoll", der Goldenen Leinwand 1968 und dem Deutschen Filmpreis 1968 - und sicher einer der besten Filme deutscher Produktion nicht nur der 60er Jahre. Er ist heute so frisch wie eh und je, originell, witzig und von unbeschwerter Heiterkeit. Uschi Glas hat mit diesem hervorragenden Streifen und ihrem melancholischen Charme Filmgeschichte geschrieben. Wer wieder einmal zu einer hämischen Kritik über das "Schätzchen der Nation" ansetzt, sehe sich erst einmal diesen Film an - und schweige still und bescheiden.

Uschi Glas wird heute 65 Jahre alt. Die Musenblätter gratulieren!
 

© alpha Filmgesellschaft Peter Schamoni

Veröffentlichung der Illustrationen mit freundlicher Genehmigung von Peter Schamoni