Ostermarsch Rhein-Ruhr erwartet wieder mehr Teilnehmer

Drei Tage lang wird für den Frieden demonstriert

von Andreas Rehnolt
Ostermarsch Rhein-Ruhr erwartet 
wieder mehr Teilnehmer
 
Die Friedensfreunde und Kriegsgegner 
wollen drei Tage lang unter dem Motto 
„Friedensfähig statt kriegstüchtig!“ 
demonstrieren
 
Essen/Duisburg/Köln/Wuppertal/Herne/Wattenscheid/Bochum/Dortmund - Die Organisatoren des diesjährigen Ostermarsches Rhein Ruhr erwarten wieder mehr Teilnehmer an ihren Aktionen und Demonstrationen. Dies erklärte der  Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner, Joachim Schramm am Dienstag bei der Vorstellung des Programms. Der Ostermarsch Rhein-Ruhr beginnt traditionell am kommenden Samstag in Duisburg, Köln und Wuppertal. Am Ostersonntag sind Kundgebungen und Märsche in Essen, Gelsenkirchen, Wattenscheid, Herne und Bochum vorgesehen. Am Ostermontag endet der Ostermarsch Rhein-Ruhr dann mit Aktionen und Kundgebungen in Dortmund. 
 
Als Motto der Ostermarschierer stehen „Friedensfähig statt kriegstüchtig!“ sowie „Gegen Wehrpflicht und Militarisierung!“ auf den Flugblättern und Transparenten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den unterschiedlichen Veranstaltungen im Verlauf der drei Ostertage. Der diesjährige Ostermarsch Rhein-Ruhr findet statt vor dem Hintergrund der drei Kriege in der Ukraine, in Nahost und im Iran. „Besonders in Bezug auf die Kriege in der Ukraine und zwischen den USA, Israel und dem Iran steht der Einsatz für einen schnellstmöglichen Waffenstillstand und effektiven Friedensverhandlungen im Mittelpunkt unserer Forderungen,“ so die Organisatoren der Ostermärsche.
 
Der Protest der Ostermarschierer richtet sich auch gegen die Bundesregierung, die „ein eindeutiges Bekenntnis zum Völkerrecht vermissen läßt und andererseits massiv auf Aufrüstung statt auf Diplomatie und Verständigung“ setzt, hieß es am Dienstag weiter. Die Forderung nach Beendigung der Kriege und nach Einhaltung des Völkerrechts steht im Mittelpunkt des diesjährigen Ostermarsches. „Das Töten in der Ukraine, in Nahost und im Iran muss beendet werden! Deutschland muß im Verhandlungsprozeß im Ukrainekrieg eine konstruktive Rolle spielen, statt den Bedenkenträger zu geben.“ Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran müssen genauso als Bruch des Völkerrechts kritisiert werden wie man es zu recht beim Angriff Russlands auf die Ukraine gemacht hat. 
 
„Die Kritik aus Reihen der Regierung an der entsprechenden Aussage des Bundespräsidenten ist ein Skandal.“ sagte Joachim Schramm, Mitorganisator des Ostermarsches Rhein-Ruhr am Dienstag. Er lehnte zudem auch die für das laufende Jahre geplante Stationierung neuer US-Mittelstreckenwaffen ab, da sie das atomare Gleichgewicht beeinträchtigten. Die Teilnehmer am Ostermarsch Rhein-Ruhr lehnen zudem eine Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland ab. „Ein demokratischer Staat sollte seine jungen Menschen nicht zwingen, im Krieg andere Menschen zu töten. Wenn nicht genug freiwillig zur Bundeswehr wollen, muß der Staat das akzeptieren“, so Schramm. 
 
Weitere Informationen: www.ostermarsch-ruhr.de