«Sag mir, warum!››

von Ernst Peter Fischer

Ernst Peter Fischer
«Sag mir, warum!››
 
Im November 2021 hat das britische Wissenschaftsmagazin New Scientist seinen 65. Geburtstag damit gefeiert, daß die Redaktion ihren Leserinnen und Lesern dreizehn Warum-Fragen vorlegte, von denen sie meinte, daß man über sie bereits gerätselt habe, als New Scientist gegründet wurde. «Tell me why» -  so lautete die Überschrift, und hier kommen die Fragen, auf die keine Antwort versucht wird.   
Warum gibt es etwas und nicht nichts? 
Warum existieren wir? 
Warum gibt es eine Evolution? 
Warum bewegt sich die Zeit nur vorwärts? 
Warum gibt es das Gute und das Böse? 
Warum ist das Universum genau richtig? 
Warum gibt es Bewusstsein? 
Warum gibt es Trauer? 
Warum ist die Quantentheorie so merkwürdig? 
Warum gibt es eine kosmische Grenze der Geschwindigkeit? 
Warum sind wir irrational? 
Warum haben wir noch nichts von Aliens gehört? 
Warum ist das Universum verständlich?      
 
Es sei einem Deutschen erlaubt, die britischen dreizehn Fragen um eine Frage zu ergänzen, die einen beliebten Ausdruck aufgreift, nämlich das «Es gibt». Es gibt so viel in der Welt, nicht zuletzt das Wort «Es gibt». Es stammt von Menschen und kann sich nur auf etwas beziehen, das ihnen zugehört. Für Menschen gibt es nur die Welt, in der sie sagen können, daß es etwas für sie gibt. Für wen denn sonst?